Mein Abenteuer

Mein Abenteuer

RPR1

Transkript

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00:00:00: Einen wunderschönen guten Morgen, meine Lieben.

00:00:01: Das Oster-Wochenende steht vor der Tür und damit wird es mal wieder Zeit für eine weitere Ausgabe von Mein Abenteuer Spezial!

00:00:09: Drei spannende Geschichten habe ich euch mitgebracht heute an Kaffreitag.

00:00:13: Vom Stunden nehmen wir uns dafür Zeit.

00:00:15: Stephanie Obst ist mein erster Gast und sie nimmt uns gleich mit nach Madagaskar.

00:00:21: Stephanie leidet an Depressionen und das Reisen hilft ihr dies zu verdrängen.

00:00:29: Das ist schön und hat einen schönen Nachnamen.

00:00:32: Obst!

00:00:33: Frag keiner, wie man das schreibt.

00:00:35: Ja doch, stimmt.

00:00:36: Obst!

00:00:37: Das ist das Beste.

00:00:38: und so geht's dann auch mit einer Webseite die heißt du auch irgendwie?

00:00:43: Du hast was von uns... Ja

00:00:44: die habe ich quasi mein Website es im www.obst-aufbindestrichreisen.de.

00:00:52: Und das mit dem Reisen meine liebe Stefanie, man traut dir das gar nicht zu weil du gehst sehr offen damit um dass du an Depression leidest.

00:00:59: Jung an Jahren kommst aus Essen und bist Journalistin in einem großen Verlag, den es in Hamburg gibt.

00:01:05: Da gibt's ja mehrere, gell?

00:01:06: Gibt's ja einen Springer oder ein Bauer.

00:01:07: Ja

00:01:08: zum Teil nicht mehr.

00:01:09: Ja da stimmt aber du bist für große Blätter unter anderem Hamburger Abendblatt TV-Movie tätig das seit vielen vielen Jahren.

00:01:16: Wann hat sich denn man festgestellt dass Du Depression hast?

00:01:19: Also eigentlich hat mich das immer irgendwie begleitet, ohne dass es mir bewusst war und ich hatte dann um die Jahrtausendwende.

00:01:26: Ich habe mich immer sehr bei meinen Beruf definiert und war auch da angekommen wo ich eigentlich hin wollte.

00:01:32: und dann hab' ich einen neuen Chef bekommen und der hat mich wieder ausgebremst.

00:01:36: und damit wird das Stück für Stück... ...wurde der Alltag für mich immer schwieriger!

00:01:41: Und dann habe ich irgendwann festgestellt, wenn ich eine Fernreise mache.

00:01:44: Also das war meine erste große Reise, war im Jahr zwei Tausend Sieben.

00:01:48: Da habe ich mir einfach so aus dem Nichtsten herzgefasst und bin allein nach Australien geflogen und hab da mich immer so kleinen Reisegruppen angeschlossen.

00:01:56: Und das hat mir unglaublich Auftrieb gegeben, und es war quasi ... ja, es war Suchterzeugend kann man sagen, dass reisen eben den Alltag komplett hinter sich zu lassen.

00:02:06: Und

00:02:06: trotzdem wenn du irgendwo umgestiegen bist dann hast wieder den Zielflughafen Hamburg auf dem Rückwicht gesehen, kam auch schon mal die Tränen?

00:02:12: Ja manchmal stand ich wirklich, erinnere mich noch wie ich an meinen Dubai da auf dem Flughafen stand vor dem Gate und auf einmal hemmungslos angefangen habe zu weinen.

00:02:21: also es war halt wieder raus aus dieser wundervollen Welt, diese bunte Welt in den grauen Alltag.

00:02:31: Da musste ich immer schon die nächste Reise eigentlich gebucht haben um zu wissen es ist nur vorübergehend jetzt im

00:02:37: Alltag.".

00:02:38: Steffi Obst stammt aus Essen und isst Einzelkind einer Lehrerfamilie?

00:02:43: Wohlbehütet?

00:02:45: Ja kann man sagen überbehütete könnte man eher sagen.

00:02:49: Gab's Depressionen schon in eurer Familie?

00:02:52: Also ich denke, bin mir sehr sicher eigentlich dass meine Mutter auch depressiv ist.

00:02:56: Das war natürlich die kriegstramatisierte Generation und an Therapie wurde ja da überhaupt nicht gedacht in dieser Generation.

00:03:04: also das dürfte auch alles gar nicht sein in einer schönen braven kleinbürgerlichen Familie Da war man nicht depressiv oder hatte keine psychischen Probleme.

00:03:12: Wenn du zurückblickst auf deine Kindheit wie würdest Du sie beschreiben?

00:03:16: Also ich hatte immer gedacht, sie wäre glücklich und je mehr ich aber der Sache auf den Grund gehe desto mehr wird mir klar dass das überhaupt nicht der Fall ist.

00:03:27: Aber es ist halt eine lange lange.

00:03:29: jetzt dreieinhalb Jahre arbeite ich mit einer ambulanten Therapeuten Und erst jetzt sehe ich langsam ein bisschen Land.

00:03:36: Bist du mit deinen Eltern in Urlaub gefahren?

00:03:38: Ja auch noch als ich schon längst erwachsen war.

00:03:41: also das hat sich noch sehr lange hingezogen weil Ich mich irgendwie ja dominieren habe Lasse, vor allen Dingen von meinem Vater.

00:03:49: War er dominant?

00:03:51: Patriage?

00:03:52: Also ich hatte es nie so empfunden aber meine Therapeutin ist jetzt gerade.

00:03:57: vor kurzem sind wir da drauf gekommen dass sie sagte mein Vater seiner Zist gewesen und das war für mich erst wo ich dachte Moment mal mein geliebter Papa meinen Denkmal Und unter dieser Prämisse ist mir auf einmal ganz viel klar geworden Kindheit eben gar nicht glücklich war, sondern eher in einer toxischen Atmosphäre verlaufen ist.

00:04:18: Der Vater lebt nicht mehr!

00:04:19: Der

00:04:19: Vater ist im Jahr seven gestorben.

00:04:21: Deine Mutter ist jetzt achtundachtzig und langsam verliert sich da auch die Erinnerung?

00:04:26: Ja ja wobei meine Mutter irgendwie auch als.

00:04:30: sie wird jetzt langsam dement.

00:04:32: aber auch vorher habe ich sie immer wieder gefragt weil das für mich sehr wichtige Informationen sind ob da was in meiner Kindheit war und und und Und.

00:04:40: Ich hab immer nur gehört nein Wir wollten immer nur dein bestes und nein, das war alles in Ordnung.

00:04:48: Und das hat mir natürlich absolut gar nicht weitergeholfen.

00:04:52: Jetzt versuche ich das irgendwie

00:04:54: aufzuarbeiten.".

00:04:55: Und durch Reisen auch eine Heilung zu finden – und gleich nach halb gehen wir nach Madagaskar!

00:05:08: Geht doch dahin wo der Pfeffer wächst.

00:05:11: Stephanie Obst ist bei mir aus Essenjournalistin, die in Hamburg ihren Beruf hat.

00:05:16: Und auch wenn ihr mal bei TV Movie einen schönen Kinofilm seht und den dann von Kritikern beschrieben wird das ist oftmals von ihr, von der Stephanie.

00:05:25: Das ist ihre Hauptjob.

00:05:28: jetzt kommen wir nach Madagaskar.

00:05:29: was triebt dich denn dahin auf die Insel wo der Pfeffer wächst?

00:05:32: Ja also ganz banal eigentlich ich.

00:05:35: Ich gehe gerne in den Zoo und in Duisburg haben sie so eine ziemlich große Anlage, da sind nur Limuren drauf.

00:05:42: Unter anderem natürlich die ganz berühmten Katastikent jeder das sind die mit den Ringelschwänzen schwarz-weiß eben aus dem Zeichentrickfilm Madagaskar.

00:05:51: Und ich dachte irgendwie ich muss mal in das Land wo die leben weil es gibt nur dieses eine land und dieses im einen land oft nur Ganz kleinen fleck Wo man das findet.

00:06:00: und das wollte ich mir angucken und die

00:06:02: sind auch da

00:06:03: Die sind auch

00:06:03: der ja in Massen oder in Einzel.

00:06:06: Also es ist natürlich so, wie bei vielen Wildtieren muss man wissen, wie man sie findet oder wo man hingucken muss.

00:06:12: Weil die leben ja in Bäumen und auch das ist tropischer Bergnebelwald auf der einen Seite oder auch Flachland.

00:06:19: Und dann sind halt sehr viele Bräume mit sehr vielen Blättern und da braucht man schon bei manchen Arten zumindest jemanden, der zeigt guckt mal da oben in der Astgabe dieser kleine braune Wollbald – Das is ein Nemur!

00:06:33: Und die Katas, die kann man natürlich sofort rauserkennen.

00:06:36: Weil sie halt nicht so getan sind.

00:06:38: und aber auch da ist es so dass die Einheimischen einem das dann zeigen was eigentlich eine ganz tolle Sache ist denn da war so ein Waldstück die katas leben mehr im Süden von Madagaskar und da haben dann die örtlichen Dorfbewohner die haben einen dann haben uns dann in dieses Waldstücke führt und uns halt hautnah die katast gezeigt.

00:06:59: Das ist eine riesige Insel-Mattergaskante, die hat ja hundere von Kilometer in der Länge und auch in der Breite.

00:07:07: Und du bist in einer Gruppe gefahren.

00:07:09: oder als Single Einzelreise?

00:07:11: Nein also ich habe eigentlich fast bei allen Reisen mich an einer Grupe angeschlossen weil erstens finde ich es nicht wäre für mich glaube ich nicht so schön allein zu reisen.

00:07:21: so hat man immer Austausch aber das entwickt sich so bei der Gruppe.

00:07:26: Man hat einen einheimischen Guide, der genau einen ganz ganzen Land und Leute heranführen kann was sonst nicht möglich ist.

00:07:33: Hast du Stefanie bei solchen Reisen?

00:07:35: Wir bleiben hier in Madagaskar auch schon mal einen Depressionsschub

00:07:40: also während der Reise nie.

00:07:42: Weil da waren so viele neue Eindrücke, in der Regel war es hell.

00:07:47: Es war sonnig.

00:07:48: Ich war mit spannenden Menschen zusammen ... hab tolle Erlebnisse gehabt eben und da gibt gar keine Zeit eigentlich um großartig nachzudenken oder einfach.

00:08:00: also ich glaube das Problem ist immer die Depression sind dann am stärksten wenn ich mich nicht ablenken kann.

00:08:06: Und da war ja genug Ablenkung

00:08:08: Das ist ja auch noch ADAS, gell?

00:08:10: Ja, das hab ich erst mit sechsundfünfzig erfahren und dann auf einmal festgestellt.

00:08:14: Weil ich war noch halt auf dem Trichter als der Arzt mir das sagte, sag' ich ist das nicht eine Kinderkrankheit?

00:08:20: Und ja... und dann habe ich erfahren oh nein dass das eben auch gerade jetzt ein ganz großes Thema ist zum Beispiel Eckhardt von Hirschhausen oder so.

00:08:28: immer mehr Leute die dann auch genau das feststellen Das Problem wenn es so spät erst diagnostiziert ist.

00:08:36: Ich betrachte es gar nicht als Krankheit, sondern eher als Neurodiversität.

00:08:40: Das Hirn tickt anders und man hat immer das Gefühl ... Als Kind, als Teenager

00:08:45: ich

00:08:45: ticke anders als... Ich bin wie ein Alien!

00:08:47: Man fühlt sich wie einen Alien und weiß nicht warum.

00:08:50: Dann gehört nie richtig dazu.

00:08:52: Ah, man merkt dir das nicht an jetzt hier im Studio in dem Moment?

00:08:57: Ja also im Moment, ich habe mich sehr gut vorbereitet.

00:08:59: Ich hab selber nochmal meine eigenen Texte gelesen und wir hatten ja auch ein Vorgespräch.

00:09:03: dann kann ich die Konzentration mal kurz halten.

00:09:06: Aber, ähm... Ich verliere auch gerne mal den Faden.

00:09:09: oder also es ist durch die Depression ... ich hab's immer kompensieren können!

00:09:13: Durch die Depression ist es halt jetzt teilweise

00:09:16: freidrehend.".

00:09:17: Du hast dich gut im Griff, Stefanie.

00:09:19: Jetzt gleich in der nächsten Stunde nach der Welt Nachrichten kommen wir zu einem Jungen, der sieht dich und fängt an zu weinen.

00:09:26: Warum das so ist erfahren wir gleich

00:09:29: RPA Eins, mein Abenteuer around the world.

00:09:32: Die Packenstinn-Stories von fünf Kontinenten.

00:09:42: Sie spricht ganz offen über ihre Erkrankung und sagt, Reisen hilft und heilt.

00:09:48: Damit will sie auch anderen Betroffene anspornen nicht nur zu Hause bleiben und sich einzuegeln.

00:09:53: bei jeder Reise so sagt sie fühlt sie sich frei von der Depression.

00:09:58: ihre Geschichte noch eine Stunde lang Stephanie, toll finde ich an dir wie offen du mit dieser Erkrankung umgehst.

00:10:08: Du bist eine Frau in den besten Jahren zwischen Fünfzig und Sechzig?

00:10:12: Na schon!

00:10:12: Bist du

00:10:13: schon?!

00:10:13: Jetzt verzieht sie ihr Gesicht.

00:10:15: Krieg' ich ja gleich Depression.

00:10:18: Nein das bist du schon und hast einen wunderbaren Beruf.

00:10:21: Das was du schreibst lesen hunderttausende von Menschen und du nimmst sie mit in einer anderen Welt Sagst aber auch die Depression, das ist eine eigene Welt für mich.

00:10:31: Ich bin in Behandlung und werde da rauskommen.

00:10:35: Und trotzdem hast du dir die Freude am Leben nicht nehmen lassen und reißt!

00:10:39: Wir sind mitten in Madagaskar mit einer kleinen Gruppe.

00:10:42: Du vergisst die Depression in dieser Zeit?

00:10:44: Es ist ja ein extrem christliches Land Madagaska, gell?

00:10:48: Ja es kann man sagen wir hatten ... In einer Unterkunft.

00:10:54: da lagen irgendwie drei Bibeln, ich glaube auf Englisch und drei Bibelen auch in der Landessprache Malagassi.

00:11:00: Und wir haben gesagt da meine Zimmernachbrinde Das bringt jetzt nicht viel.

00:11:04: Ich bin Lagnostikerin und meine Zimmernachbarin ist Jüdin, das heißt die Bibeln blieben dann da in der Schublade.

00:11:12: Die sind missioniert worden vor hundert Jahren, da kamen die Missionare hin und das ist halt so wie es jetzt ist.

00:11:16: aber oftmals leben diese Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen weil Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Erde.

00:11:22: Hast du das auch so gesehen?

00:11:23: Ja absolut ich habe ja nun wirklich insgesamt jetzt neunvierzig Länder besucht und Madagaska wenn man sagen würde welches ist das ärmste würde auch in Ländern wie Djibouti, die sind auch extrem arm.

00:11:37: Aber da leben sie halt noch wie vor Tausenden von Jahren und ziehen mit ihren Ziegen als Nomaden durch die Wülste.

00:11:43: Und die würden sich sicherlich nicht als Arm empfinden aber in Madagaskar ist das anders.

00:11:47: Sie leben oft unter menschenunwürdigen Bedingungen weil der Mensch günstiger wie eine Maschine isst?

00:11:52: Ja!

00:11:53: Ein ganz großes Problem, was man auch in anderen Ländern auch mal sieht.

00:11:57: Aber in Madagaskar war es halt extrem.

00:12:00: Im Süden zum Beispiel sind da so Saphirminen, das eigentlich heißt... Also da wird einfach ein Loch in die Erde gegraben und dann werden die Edelsteinen rausgeholt und das geht alles mit der Hand weil Maschinen teurer wären.

00:12:12: Hast

00:12:12: du's gesehen?

00:12:13: Ich

00:12:13: hab' sie gesehen ja!

00:12:14: Ich habe gesehen wie die da tatsächlich eine Kette mit Schaufeln also ist quasi Ja als wäre noch gar keine Maschinisierung da gewesen.

00:12:25: Madagaskar, unser Thema hier, dann kam ein kleiner Junge erst sartig!

00:12:30: Du bist ja nun wirklich eine schöne Frau.

00:12:32: Warum fing er an zu weinen?

00:12:34: Ja weil ich eine weiße Frau bin.

00:12:36: Wittener meinte er

00:12:38: Es ist ja so.

00:12:39: das war also.

00:12:40: das war jetzt in einem ziemlich entlegenen Winkel von Madagaska und da bin ich halt noch mit zwei anderen auch Frauen durch den Wald gegangen und da war eben dieses Kind, das fing auf einmal an zu weinen.

00:12:53: Und dann ist es klar in unseren Gegenden hieß es immer wer hat Angst vom Schwarzen Mann?

00:12:58: und dieses Kind hatte halt Angst vor weißen Frauen weil sie das

00:13:01: nicht kannte.

00:13:03: Ja genau so ist das.

00:13:06: Dann gab es eine Situation in der Hauptstadt von Madagaskar wo Jungs euch umzingelten.

00:13:14: Das kann auch in Frankfurt passieren in Hamburg.

00:13:17: Was war passiert?

00:13:19: Es ist da ein großer Platz.

00:13:22: Ich war mit zwei oder drei Mitreisenden, wir wollten in einen Café im alten Bahnhof diesen Platz überqueren und auf einmal kamen die Mögen vielleicht zu zwölf oder so gewesen sein mehrere, um uns zu umringten und versuchten einer meiner Mitreisen den Rucksack vom Rücken zu ziehen.

00:13:41: Das war das einzige Mal auf all meinen Reisen wo ich was sich als etwas bedrohlich erlebt habe, wobei die zum Glück auch gar nicht bewaffnet waren und so.

00:13:50: Und als diese Frau, die noch kleiner ist, als ich irgendwie ganz laut ausschiehe und sie ihn angebrüllt hat, irgendwie da sind die erschrocken weggelaufen

00:13:58: aber... Du hast Depression Stephanie Liecks abends oft alleine auch im Zimmer.

00:14:03: Starrst du die Decke an?

00:14:06: Ist dann da die Depression zurück oder...?

00:14:09: Ja, das ist halt so.

00:14:11: Es hat sich verfestigt, chronifiziert sagt man also es ist jetzt nie ganz weg.

00:14:15: insofern bin ich auch im Moment gar nicht in der Lage solche Reisen zu machen.

00:14:20: und immer wenn ich zur Ruhe komme solange ich irgendwie in Ablenkung bin oder mich beschäftige mit was anderem dann geht's.

00:14:27: aber sobald Ruhe einkehrt ist die Depression sofort

00:14:31: da.

00:14:31: Bist du eigentlich bei uns gut aufgehoben?

00:14:33: Hier ist immer Unruhe!

00:14:34: Also bleibt mal hier... Deswegen

00:14:36: gehts heute auch.

00:14:38: Erbherr eins, mein Abenteuer.

00:14:41: Stefanie Obst heute zu Gast in meinen Abenteuern, spezial an Karfreitag.

00:14:44: mit Reisen bekämpft sie ihre Depressionen.

00:14:46: wir sind im Madagasker.

00:14:47: zusammenfassend würdest du sagen geht dahin wo der Pfeffer wächst?

00:14:52: Madagaska ist eine Studienreise einer Erlebnisreise wert

00:14:56: Absolut!

00:14:57: Wie gesagt, man muss sich darauf einstellen dass man auch sehr viel Armut sieht wenn man das Land wirklich bereist.

00:15:03: Man muss sich drauf einstellen, dass in vielen Städten Kinder angerannt kommen und betteln.

00:15:07: Und man weiß ja die sind wirklich arm darf aber auf keinen Fall den Kindern was geben.

00:15:12: Das hat man uns eingeschärft weil die Kinder natürlich dann auf der Straße bettelt anstatt zur Schule zu gehen und es hält ja dann die Armut in den Familien.

00:15:22: Es gibt hier auch noch solche Rituale Toten nach ein paar Jahren ausgräbt?

00:15:27: Ja, das ist ein bisschen anders als bei uns.

00:15:32: Und feiert!

00:15:33: Die feiern mit ihren Toten noch ein paar Jahre Riesenparty.

00:15:36: Da kommt das ganze Dorf zusammen und es ist natürlich nicht ganz so gruselig weil man stellt sich ja vor dass dann so eine Art Zombies da rumläuft und die warten aber bis was tatsächlich nur noch Knochen sind von ihren Angehörigen übrig sind.

00:15:49: Hast

00:15:49: du sowas gesehen?

00:15:50: Nein, ich war am Jahreszeit da und das machen sie sinnigerweise nur im Winter.

00:15:56: Und die haben ja so eine interessante Fluglinie?

00:15:57: Ich glaube eher Matagasker.

00:15:58: Bist du damit nach dem Flug geflogen?

00:16:00: Ja, notgedrungen!

00:16:01: Und ich kann sagen würde ich jetzt nicht empfehlen weil das Abenteuer begangen eigentlich schon als ich noch bei mir im Wohnzimmer saß und versuchte und habe eingeschickt für den Flug am nächsten Tag und irgendwie einer Eingebung folgend hab ich auch mal auf das Rückflugdatum geguckt und das war auf einmal zwei Tage später.

00:16:20: Das haben die nicht wichtig gefunden, einem das mitzuteilen auf dem Reisebüro.

00:16:23: Ich war natürlich in heller Panik.

00:16:25: Erstens hatte ich da keine Unterkunft mehr und zweitens musste ich dann schon wieder arbeiten weil ich habe immer sehr knapp getaktet.

00:16:32: Und hat man wirklich einen Heller Panic beim Reisebürger angerufen.

00:16:36: zum Glück hatte ich es nicht selbst gebucht den Flug.

00:16:39: Dann hatte ich eine Verbindung ja, die sehr knapp wurde.

00:16:43: Da musste ich über Mauritius rückführen

00:16:48: Hat aber noch alles geklappt, bis wieder heimgekommen

00:16:51: ist.

00:16:51: Ist

00:16:51: es denn wirklich das Land wo der Pfeffer wächst?

00:16:57: Pfeffer kann ich mich jetzt so nicht daran erinnern,

00:16:59: aber

00:17:01: weil manchmal verschwimmt das auch ein bisschen was sich in welchem Land gesehen habe gerade wenn es um Pflanzen...

00:17:07: Und was fällt einem noch für ein Lied ein?

00:17:08: Wenn man an Madagasker denkt.

00:17:10: Ja wir lagen vor Madagaska und hatten die Pest an Bord!

00:17:13: Die hatten wir aber nicht, denn wir haben nur schöne Erlebnisse gehabt.

00:17:15: Aber es gibt die Peste auf Madagaska immer noch Auch heute noch auch heute noch.

00:17:19: Stefanie Obst Unser letzter Talk.

00:17:22: sie hat vorher gesagt ihr müsst wissen Ich hab leichte Depression begleitet mich seit vielen, vielen Jahren und das Reisen hilft mir mit der Depression zu leben.

00:17:35: Was würdest du den Menschen jetzt für einen Tipp mitgeben die uns hören?

00:17:39: Jede hat in seinem Bekanntenkreis glaube ich jemanden...

00:17:41: Ja, das seid ich da offen mit umgehe kommen immer fast jedem der mich das sage, er sagt ich kenne da eigentlich.

00:17:48: Ich habe selber und ich muss es auch ergänzen, ich bin im Moment nicht mehr in der Lage zu reisen weil die leichten Depressionen leider mit Corona und dem damit ja... Da war nichts mehr mit meinen Alltagsfluchten und dann haben sie sich immer mehr verschlimmert so dass ich jetzt quasi im moment chronifiziert eine Major-Depression hab.

00:18:07: Was gibst du einem für einen Tipp?

00:18:09: Als Tipp wurde ich geben versucht und ich weiß aus eigenem Aus eigener Erfahrung, wie schwierig das ist wenn man in der Depression steht.

00:18:19: Aber versucht euch Ablenkung zu schaffen geht raus und manchmal ist es jetzt halt.

00:18:24: das merke ich bei mir selber auch dass es fast schon ein Abenteuer ist einen Spaziergang um den Block zu machen Und es ist für mich sicherlich noch ein weiter Weg bis ich überhaupt wieder in der Lage bin solche Reisen überhaupt zu machen.

00:18:39: Es lohnt sich aber

00:18:40: Umso wertschätzender, Stephanie.

00:18:43: Finden wir es, dass du den Weg von Essen zu uns genommen hast ins Studio hier zur RPR mein Abenteuer offen darüber berichtet und gleichzeitig in ein ganz exotisches Land Madagaskar genommen hast.

00:18:56: Du bist eine wunderbare Person.

00:18:57: Ich wünsche, dass die Ärzte in deren Händen du bist oder den Psychologen.

00:19:02: Dass sie das so in den Griff kriegen, dass du jetzt erst in der Hälfte deines Lebens angekommen bist.

00:19:07: Schön, dass Du da warst.

00:19:08: Das ist schön!

00:19:09: Stefanie Obst mit dem wunderbaren Namen.

00:19:11: und nochmal die Webseite.

00:19:12: darfst Du sagen?

00:19:13: Ja, die ist www.obst-aufbindestrichreisen.de Obst-Aufbinde-Reisen.De.

00:19:22: Deine Webseit Stefanie Dange nochmals für deinem Besuch Besserung.

00:19:27: Wir reißen gleich weiter in mein Abenteuer-Spezial mit einer Dame, die kürzlich erst hier war aber so viel zu erzählen hat dass wir sie direkt nochmal eingeladen haben.

00:19:35: Julia Finkernagel heißt mein nächster Gast und mit ihr geht's nach Nepal.

00:19:39: Bei diesen Geschichten hält die Welt den Atem

00:19:42: an RPR

00:19:43: eins Mein

00:19:44: Abenteurer Mit Rainer

00:19:45: Meutsch.

00:19:46: Julia Fincanagel, sie war im Februar schon mal bei mir gewesen und das war so eine spannende Sendung mit Ostwärts.

00:19:53: Sie hat uns da in Länder reingebracht wo wir noch nie vorher was von gehört haben und unglaubliche Geschichten erzählt.

00:19:59: jetzt gehen wir auf das Dach der Welt.

00:20:02: Wo ist es?

00:20:02: Natürlich in Nepal!

00:20:04: Sie ist mit drei Freundinnen unterwegs und wenn die Frauen losgelassen werden dann passiert zu aller Hand und das erzählen wir nun euch in den nächsten zwei Stunden in mein Abenteuerspezial Julia Fincanagel.

00:20:21: Die Dame, die Frau, die Sympath, die Journalistin... Du machst so viele Dinge!

00:20:28: Aber so richtig der Durchbruch kam eigentlich durch MDR, Julia?

00:20:31: Oder wie würdest du das sehen in deinem

00:20:33: Leben?!

00:20:34: Ja, und so ganz ungeplant.

00:20:36: Also rückblickend erzählt sich das jetzt wie eine Mega-Erfolgsgeschichte aber das war ja alles gar nicht geplant.

00:20:42: Es ist eine Verkettung von Zufällen die sich ergeben hatte aus denen plötzlich eine Karriere wurde an einer Stelle wo ich in meinem Leben gar nicht damit gerechnet habe.

00:20:50: Und das nimmt seinen Anfang in Nepal.

00:20:53: Ja und vierzig Dokumentarfilme gibt sie allein schon über Ostwärts von MDR.

00:20:57: Du hast ja so viel anderes noch gemacht du bist ja auch mit Preisen überschüttet worden.

00:21:01: Aber wer ruft dann da mal irgendwann an Hey, du kleine Maus!

00:21:05: Wir könnten was mit dir machen.

00:21:06: Wie läuft denn so etwas?

00:21:08: Also erst hatte ich einen richtigen Beruf in einem Büro am Flughafen.

00:21:13: Dann habe ich diese Nepal-Reise mit meinen Freundinnen gemacht woraufhin Ich eine kleine Lebenskrise bekommen habe Woraufhin ich um ein Sabbatja gebeten habe.

00:21:23: In diesem Sabbatjahr hab' ich Reiseberichte geschrieben Die wurden weiter verteilt und sind beim MDR gelandet Und die haben mir ein Praktikum angeboten und dann die Sendung konzipiert.

00:21:33: Also du hast dich kurz beworben, die haben dich angerufen.

00:21:38: Dann hast so eine Dame kennengelernt bei MDR, die an dich geglaubt hat.

00:21:43: Die fand mich lustig!

00:21:44: Also sie fand meine Reiseberichte lustig, die hat dann auch nur gesagt ich kann ihnen nichts versprechen aber wenn Sie hier ein kostenloses Praktikum machen möchten würde ich Ihnen das ermöglichen.

00:21:52: und ich dachte dass lag noch innerhalb dieses Sabbatjahres.

00:21:55: kriegt.

00:21:55: am Flughafen wo ich eigentlich gearbeitet habe krieg keiner mit.

00:21:58: Ich mach' das jetzt mal.

00:22:01: Ja, ich bin ja von Natur aus neugierig und hab gedacht, geil so eine Fernsehredaktion.

00:22:04: Dass die Chance kommt nie wieder.

00:22:06: War das

00:22:06: auch geil?

00:22:07: Ja, das war toll!

00:22:08: Jetzt wollen wir mit dir aber nach Nepal aufs Dach der Welt.

00:22:11: Das klickt supertätisch, so groß das Dach Der Welt.

00:22:17: Ist auch so... Also der erste Blick auf das Dach der Welt war vom Flugzeug aus in so einer ganz kleinen Propeller-Maschine von Kathmandu nach Lukla.

00:22:26: Das ist dieser sehr gefährliche Flughafen, wo man

00:22:28: Bärsch auflandet.

00:22:30: Bist du da schon gelandet?

00:22:32: Schrecklich!

00:22:33: Aber auch aus diesem Flugzeug heraus konnte man die Kette, diese Himalaya-Kette sehen und da sind uns allen schon erst mal die Tränen gekommen.

00:22:41: Das kann man gar nicht beschreiben...

00:22:45: Alle an der Flughafen,

00:22:47: dass sie meditrenken bekommen.

00:22:49: Da ist ja nur fünfhundert und vierhundfünf Meter lang die Landebahn.

00:22:51: Die geht noch bei uns hoch und da kommen die richtig großen Maschinen rein.

00:22:54: Sie sind natürlich auch schon einige abgestürzt.

00:22:57: Ja, also nachdem wir weg waren drei Wochen später ist es auch eine Abgestürzung.

00:23:01: Ja und immer wieder tödlich.

00:23:02: Da gibt's ja keine Rückkehr.

00:23:03: Du kannst doch nur in eine Richtung landen.

00:23:05: das ist schon ... Du bist mit Freundinnen gereist.

00:23:09: War dir eigentlich alle in einer Lebenskrise oder in einer Neugierigkeitsphase?

00:23:14: Also wir waren alle so Mitte, Ende, Dreißig und hatten ... Einige hatten sich Fragen gestellt.

00:23:20: Will ich den Job weitermachen?

00:23:21: Will ich meine kleine Werbargantur verkaufen?

00:23:24: Ist das noch der richtige Mann?

00:23:26: Und ich hab großmundig verkündet!

00:23:28: In meinem Leben muss ich nichts ändern.

00:23:30: Es ist der absolute Traumjob am Flughafen.

00:23:33: Ich war dann die einzige ... Die nach drei Wochen nach der Rückkehr frisch getrennt war.

00:23:39: Etwas später saß ich dann bei meinem Chef im Büro und habe gesagt, ich glaube ... Ich muss hier mal raus!

00:23:45: Ich brauche ein bisschen Abstand.

00:23:47: Habt ihr vier euch eigentlich permanent verstanden?

00:23:49: Also beim Vier Frauen unterwegs sind?

00:23:52: Bei uns Männer ist ja nicht anders.

00:23:53: Es gibt schon mal Spürigkeiten.

00:23:55: Jaa...

00:23:57: Schummelcamp

00:23:59: Wir haben uns schon verstanden, du kannst ja auch mal aus dem Weg gehen oder so.

00:24:02: Es war schon so dass jede von uns an einem anderen Punkt irgendwie mal einen schlechten Tag hatte.

00:24:07: Das ist ganz komisch wenn du immer nur gehst und keine Luft kriegst Du lässt alles unwesentliche im Tal Und dann kommen so wesentliche Dinge hoch und es hat Jede von uns irgendwann einfach so geweint.

00:24:19: Also es lief so.

00:24:20: du konntest aber gar nicht sagen warum.

00:24:22: Also irgendwie war das schon auch ein emotionaler Trip.

00:24:25: Gleich nach Halb fangen wir an, von ganz vom vorne die Reise nach Nepal.

00:24:34: Julia Finkanagel unsere Buchautorin Bestseller Autorin muss man wirklich sagen weil Bestsella beim Spiegel zu werden ist ja nicht so einfach.

00:24:41: Was für Bücher hast du geschrieben?

00:24:43: Ich habe Ostwärts geschrieben oder wie man mit den Händensuppe ist.

00:24:47: Das war unser Thema unter anderem vor.

00:24:49: Dann habe ich immer wieder Ostwärts geschrieben, das sind auch weitere Geschichten vom Dreh und von hinter den Kulissen aber eben andere Länder.

00:24:56: Und jetzt habe ich ein Buch geschrieben, d.h.

00:24:58: Reisefieber.

00:24:59: Da gebe ich meine ganzen gesammelten Reisetipps Rauspacktipps Psychologische Tipps Was man machen kann was man nicht machen kann und da ich in der Zwischenzeit auch eine Coaching Ausbildung gemacht habe beleuchtig so ein bisschen die psychologischen Aspekte des Reisens.

00:25:16: Also wer schon mal so ein Buch kremen hat, fährt mir gerade an meinem Freund Rüdiger Neberg.

00:25:20: Der hatte mal vor vierzig-fünfzig Jahren ein Buch geschrieben und gab jungen Menschen Tipps, wie man outdoormäßig überlebt.

00:25:27: Das erinnert mich jetzt noch einmal an ihn.

00:25:29: Deshalb sage ich immer der Körper vergeht oder die Seele ist unsterblich.

00:25:31: Er ist ja leider tot.

00:25:33: Aber

00:25:33: das war auch so'n Wahnsinnsbuch wo man jungen Leuten sagt Wie fange ich Fische?

00:25:38: Wie mach ich Feuer?

00:25:39: Ja oder wenn jemand auch sagt Also ich habe glaube ich die Frauenperspektive geschrieben.

00:25:43: Jemand sagt Ich würde gerne mit dem Rucksack durch Südamerika reisen aber ich hab Angst.

00:25:47: dann wäre meine Antwort Dann macht's mit Angst.

00:25:51: Also das gar nicht zu bekämpfen, sondern zu sagen ja ich habe da Schiss vor und ich mache es trotzdem.

00:25:56: Ich hatte vor dieser Nepal-Reise unglaubliche Angst!

00:25:59: Ich hab aus so einer Laune heraus diesen Trip gebucht.

00:26:02: Es war dann drei Monate vorher und ich habe keine Nacht mehr durchgeschlafen.

00:26:05: Und ich hatte so eine ganz diffuse Angst in Nepal sterben zu können also durch ein Herzinfarkt oder durch irgendwas... Das habe ich noch nie in meinem Leben gehabt.

00:26:14: Ich hätte Schwindelanfälle vorher und glaube jetzt rückblickend Das Tief in mir drin, etwas wusste.

00:26:22: jetzt gerade bist du dabei dein Leben zu ändern.

00:26:25: Das war wie so eine Initiationsreise.

00:26:27: Es macht meine erste Reise mit einem richtigen Rucksack.

00:26:29: davor habe ich halt immer so einen Urlaub gebucht im schönen Hotel, bin dann mit meinem Köfferchen angereist und das war jetzt richtig Trekking-Schuhe.

00:26:38: So Julia

00:26:40: kam nach Hause von Nepal und musste dem Freund sagen Schatz!

00:26:44: Ich glaube dass wird nichts mehr mit uns.

00:26:45: läuft das so?

00:26:47: Also es lief nicht ganz so.

00:26:49: Ich habe schon noch drei Wochen darauf rumgekaut, aber ich wusste auch da ist was in mir laut geworden, was ich eigentlich schon viel länger wusste.

00:26:56: Ja

00:26:56: man brach auch so eine Reise um nochmal in sich zu kehren ohne das ganze Drumherum der Heimat

00:27:03: ganz ruhig gelöst.

00:27:04: Mich hat auch witzigerweise auf dem.

00:27:06: am letzten Wandertag hat mich eine von diesen drei Freundinnen gefragt sag mal wenn du dein Leben nochmal neu bestimmen könntest?

00:27:12: Wenn alles möglich wäre Was würdest du machen?

00:27:15: Und da habe ich so aus dem Bauch herausgesagt, dann würde ich ein Buch schreiben.

00:27:19: Nee!

00:27:19: Ich würde einen Drehbuch schreiben.

00:27:21: Ich würde auch ... Ich würde Regie führen.

00:27:23: Ja das würde ich machen.

00:27:23: Schreiben und Filme machen.

00:27:25: Da war das ausgesprochen.

00:27:26: Es ist so viele Jahre her und ich hab überhaupt in dem Moment nicht gedacht dass es irgendwann mal Realität werden könnte.

00:27:33: aber irgendwie war das anscheinend in mir drin.

00:27:38: Dann sind wir jetzt in Nepal.

00:27:40: Das hat ja so ein bisschen göttliches irgendwie.

00:27:42: So ein bisschen mystisches.

00:27:44: Ich eben schon sagte Dach der Welt, das epische.

00:27:47: Dann seid ihr Mädels da und dann kam so ein Schock mit Pensionen.

00:27:51: Da ging kein Wasser, da läuft nichts.

00:27:54: du hast dich mal geduscht wo es Wasser nicht mehr lief?

00:27:57: Dann hängst du da mit deinem Schaum.

00:27:58: Wie geht man damit eigentlich um?

00:28:01: Man wird hysterisch.

00:28:04: Also ich bin an ganz vielen Stellen dort aus meiner Komfortzone geworfen worden.

00:28:08: Es fingen Katmandu an, dass das Hotel ... Das war ein drei-Sterne-Hotel.

00:28:11: da bröckelte der Putz von der Decke Wenn du in der Badewanne standest.

00:28:15: Da kam so'n Rinnensaal raus, das war alles ganz unterirdisch.

00:28:19: In meiner Sicht musste ich mich erst dran gewöhnen.

00:28:21: Dann sind wir die Berge hochgelaufen, da übernachtet man in so Teehäusern nennt sich das.

00:28:26: Da gibt es maximal kaltes Wasser zum Zähneputzen Und alle paar Tage gibt es irgendwo eine Dusche.

00:28:31: Die ist aber dann in so einem Holzverschlag und ich hatte gesehen, da kam jemand raus frisch geduscht.

00:28:38: Bin da rein, hab mich komplett eingeseift.

00:28:40: Dann war das Wasser alle weil man das vorher bestellen muss.

00:28:42: Man muss vorher in der Küche Bescheid sagen, ich hätte gerne warmes Wasser für ne Dusche, wusste ich natürlich nicht.

00:28:47: Also war's jetzt aufgebraucht?

00:28:50: Und dann gab's keinen Nachschub für ne Weile!

00:28:56: Da lernt man sich selber so gut kennen.

00:28:57: Was ist meine Komfortzone?

00:28:59: Wo komme ich daraus?

00:29:00: Ich konnte es in dem Moment nicht mit Humor sehen, das ist eine der Geschichten die meine Freundinnen am liebsten erzählen mit ganz vielen Lachtreden.

00:29:06: heute kann ich da auch drüber lachen aber ich weiß Als es passiert ist, war's nicht so

00:29:10: wichtig.

00:29:10: Wie hast du den Schaum von deinem Körper runtergekriegt?

00:29:12: Ich bin dann in diesen Hof rausgelaufen und habe gerufen im Obergeschoss waren die ganzen anderen Gäste und die Küche und die haben das Wasser was ich eigentlich für einen Tee vorbereitet hatten für die Gästin in den Eimer geworfen.

00:29:24: oben im Obergeschoss, da lief das durch ein Gartenschlauch auf mich drauf.

00:29:29: War ein bisschen heißer als gedacht aber es war flüssig.

00:29:33: Und noch mal zu so einer Situation kommt Julia Dirk und ich, wir stehen zu verfügen.

00:29:39: Wir bringen dir Wasser!

00:29:40: Es wird dir nie mehr so passieren.

00:29:42: Prüf uns an!

00:29:43: Ich

00:29:43: hätte gern... Ha, ha, ha!

00:29:44: Sieben-Reißig Grad hätt' ich gerne.

00:29:46: Und Musik?

00:29:48: RbEins Mein Abenteuer.

00:29:50: Wir gehen die zweite Stunde mit Julia Finkernagel An den Finger einfach mal auf den Globus legen Dann die Welt entdecken und sich selbst gleich mit.

00:29:59: Das ist der Untertitel des Buches.

00:30:01: Reisefieber, da berichten wir drüber.

00:30:02: aber schwemmungsmäßig sind wir ja Nepal und Nepal hat ja wirklich was Tolles immer zu erzählen nicht nur Kathmandu und Lukla sondern es gibt auch diesen Edmund Hillary Trail.

00:30:12: er ist ja so angeblich was noch so der erste der oben auf Mount Everest war Mit seinem Sherpa und das Mädchen hier unsere Julia alles mit seinen Freunden erlebt hat.

00:30:21: das erfahren wir in den nächsten Minuten.

00:30:24: Bei diesen Geschichten hält die Welt den Atem an.

00:30:27: RPR-Eins

00:30:28: Meinadenteuer mit Rainer Meutsch Unsere Julia auch in der zweiten Stunde hier, es gibt ja wie ich eben schon sagte Julia den Edmund Hillary Trail.

00:30:38: Was ist das Besondere daran?

00:30:39: zum Wanderweg?

00:30:40: Das

00:30:40: ist einfach ein Wanderweg, der sehr schön ist.

00:30:43: Der natürlich mittlerweile stark frequentiert ist.

00:30:45: Da hast du dann auch mal eine Wandergruppe von Japanern die alle hintereinander herlaufen.

00:30:49: Wir waren aber weite Teile eben nur wie vier Mädels mit unserem Wanderführer, der so als Pace Maker mitgegangen ist.

00:30:55: das nämlich ganz wichtig wenn man bergauf läuft in dieser Höhe dass man nicht zu schnell geht.

00:30:59: also egal wie trainiert man isst Man muss sehr sehr langsam gehen weil das ganze System der Kreislauf das auch verpacken muss.

00:31:06: und vor allem auch bei Viertausend Meter Viertausend Meter sind uns Leute aus dem norwegischen Ski-Team entgegengekommen mit Höhenkrankheit.

00:31:15: Ja, entweder du verträgst es oder nichts hat gar nichts mit Sportlichkeit zu tun.

00:31:20: Und der höchste Punkt dort den ihr erreicht habt waren Kloster das auch bewohnt war?

00:31:25: Das

00:31:25: war bewohnd.

00:31:26: da waren Mönche die hatten ganz kleine hatten sich aus Holz kleine Schia gebastelt und sind dort ski gefahren.

00:31:33: Die haben euch als Gast als Gäste auch gut aufgenommen, gastfreundschaftlich oder distanziert?

00:31:40: Ich würde sagen die waren eher für sich.

00:31:42: Die waren im Kloster.

00:31:43: wir durften beiwohnen als sie gesungen oder gebetet haben aber wie gesagt in so einem Teehaus waren wir untergebracht beim normalen Leuten jetzt nicht bei Mönchen.

00:31:54: Die Essgewohnheiten der Nepalese.

00:31:56: man könnte es sicher nicht vorstellen dass es dort auch Apfelstudel gibt.

00:32:00: da Gibt es wirklich Apfelstrudel?

00:32:01: Ja,

00:32:01: das ist total verrückt.

00:32:02: Es gab wohl irgendwann mal eine Initiative der deutschen Bäckerinnung und die haben vielen Nepalese beigebracht wie man Apfelstrudeln macht.

00:32:12: und jetzt kriegt man in der Hauptstadt in Kathmandu aber selbst im Gebirge in Namche Bazaar.

00:32:16: auf drei tausend fünfhundert Meter kann man jetzt Apfel strudel bekommen.

00:32:20: Jetzt gibt ja auch Naturreservade mit Tieren zum Beispiel Nahrshörner.

00:32:25: war dir eigentlich auch in diesen Nationalparks drin oder habt ihr nur Wanderungen

00:32:28: gemacht?

00:32:30: Ja, also wir haben nur Wanderung gemacht.

00:32:32: Wir haben Jax gesehen.

00:32:33: das waren so die Tiere, die wir gesehen haben.

00:32:35: ehrlich gesagt noch nie ein Nashorn in Nepal Hätte ich gar nicht vermutet, ne?

00:32:39: Ich schon.

00:32:40: und zwar ist dass der, ich glaube Schiedmann Nationalpark war's.

00:32:44: ja

00:32:45: Das wird natürlich Faktenfakten

00:32:46: fakenmäßig

00:32:47: gecheckt aber ich bin so viel länder immer wie es sind Nee, nee Aber das war schon das war Schon Nepal im Schiedmer National Park Und da gibt's dann auch Nassornen Elefanten gibt's ja unter anderem auch.

00:32:58: Also wir haben nur Jax gesehen und wir wussten, wenn eine von uns abstürzt oder sich irgendwie das Bein bricht dann wird man mit dem Jagd nach unten transportiert weswegen wir uns entschieden haben ganz zu bleiben.

00:33:09: Keiner krank geworden von euch vier?

00:33:10: Nee Gott sei Dank nicht!

00:33:12: Wir hatten auf unserer Packliste Knirpse stehen, wir sollten kleine Regenschirme mitnehmen und wir dachten wie jetzt für Regen.

00:33:18: und dann hieß es nie falls einer Durchfall bekommt Und wenn man etwas Privatsphäre möchte, kann man dann diese Knirpse aufstellen und sich dahinter hocken.

00:33:27: Auch das haben wir dann lieber gelassen.

00:33:28: also wir sind gesund gefliegen!

00:33:30: Du hast ja zwei Spiegelbestehler geschrieben meine Liebe und hast jetzt das aktuelle Buch.

00:33:34: Reise über ist ja mega.

00:33:35: ein Finger auf den Globus.

00:33:36: liegen dann die Welt entdecken uns sie vor allen Dingen gleich mit.

00:33:39: es hat wie viele Seiten fast drei hundert.

00:33:42: wir reden gleich mal drüber nach halb

00:33:43: RPA eins, mein Abenteuer around the world.

00:33:47: Die Packenstinn-Stories von fünf Kontinenten.

00:33:50: Könnt ja noch ein Besteller werden hier!

00:33:51: Von einer Spiegelbesteller Autorin Reisefieber Julia Finkernagel.

00:33:55: Sag mal um was handelt das Buch?

00:33:57: Das sind ja Packlisten drin Ärzte, was man eigentlich nicht isst Man soll beherztet was machen Engste zähmen Sprüht... Was ist das?

00:34:08: Serrenti

00:34:11: Serendipität ist was ganz Tolles.

00:34:13: Und zwar ist das ein Fachbegriff für dem glücklichen Zufall auf die Sprünge helfen, also etwas finden, wonach man eigentlich nicht gesucht hat und das ist ja was sehr auf Reisen.

00:34:24: oft geschieht.

00:34:25: Und durch deine innere Haltung, durch das was du ausstrahlst oder das wie du auf die Leute zugehst geschehen dir dann Dinge dass sich jemand zu sich nach Hause ein lädt und sagt komm wir kochen.

00:34:35: heute Abend oder in Israel wurde ich eingeladen mit einer Familie Shabbat zu feiern.

00:34:40: auch ohne Kamerad war ganz privat unterwegs.

00:34:43: Das nennt man Serendipität.

00:34:45: Ich verbuchte es oft unter Reporter Glück Dass uns Dinge passieren die hättest Du in kein Skript schreiben können aber uns passieren die eben

00:34:52: Das Wundermittel, wenn's mal nicht so klasse läuft.

00:34:55: Reframing für den Hausgebrauch!

00:34:57: Ja, reframing ist auch

00:34:59: so ein

00:34:59: Coachingbegriff.

00:35:00: Ich hab ja mittlerweile eine Coachingausbildung gemacht und reframming könntest du auch bezeichnen als sich eine Sache amtlich schön reden

00:35:09: also

00:35:10: etwas was nicht so toll ist.

00:35:11: zum beispiel schlechtes wetter tagelang dauerregen könntest Du als flüssigen sonnenschein bezeichnet Oder irgendwie die nervige Reisegruppe, irgendjemand der dir total auf den Keks geht.

00:35:22: Da kannst du sagen das ist mein Trainingscamp.

00:35:26: Das ist ja cool!

00:35:28: Zelten – Die große Freiheit an der Ameisenstraße.

00:35:32: Du liest die ganzen Kapitel vor ne?

00:35:34: Mach mal

00:35:35: Was bedeutet das?

00:35:35: Ja, die große Freiheit an der ... ja, Zelten ist sowas.

00:35:39: Die einen lieben es, die anderen hassen es.

00:35:41: Ich kann jetzt mit Stolz behaupten ich habe das oft gemacht zum Beispiel in der Mongolei.

00:35:46: Es ist nicht meine Lieblingssportart.

00:35:48: Zelten is schon unkomfortabel aber es hat auch ganz tolle Seiten.

00:35:52: Du wachst eben in der Natur auf Du wasst morgens auf und siehst den Sonnenaufgang Und musst nicht erst dich anziehen rausgehen und so

00:36:00: Wo fange ich bloß an Schritt für Schritt Den Krembelberg erklimmen.

00:36:03: Was hat das da mit dem Buch zu tun?

00:36:05: Das ist der Teil im Buch, wo ich Packtipps gebe.

00:36:08: Knallharte Packtips was du unbedingt brauchst, was du gerne zu Hause lassen kannst.

00:36:15: Da hab' ich einfach... Also das Buch ist voller Reisetipps!

00:36:17: Das ist sehr subjektiv, das sind meine Tipps.

00:36:20: Ich bin ein totaler Umstandskasten beim Packen und deshalb mache ich heimlich Packlisten die ich dann abarbeite.

00:36:27: Das ist so etwas was zum Beispiel sehr hilft.

00:36:30: Ein paar Benimmregeln auf die Schnelle

00:36:33: Nur zwei.

00:36:33: Ja, das ist jetzt hinten aus dem Buch.

00:36:37: Immer alles probieren was einem angeboten wird und sich nicht öffentlich aufregen.

00:36:45: also wir regen uns ja mal auf über irgendwas.

00:36:47: und dass in manchen Ländern verliert man seinen Gesicht wenn man wütend wird.

00:36:53: Julia, was soll ich sagen?

00:36:54: Das Bruch muss man haben!

00:36:55: Das wird ein Bestseller, das müssen wir kaufen... Ist das der Knesebeckverlag?

00:37:00: Ja, es ist der liebe Kneseback Verlag

00:37:02: Reisefieber, also wenn ich in die Buchhandlung gehe und sage Reisefeiber Finkernagel.

00:37:06: Dann wissen wir Bescheid?

00:37:07: Ja manche haben es da, manche bestellen es für dich dann ist es morgen da.

00:37:11: Sag noch was Schönes zum Schluss.

00:37:12: du kannst das immer so schön das machst du so schön.

00:37:17: Ich habe noch einen Abbinder zum Schluss.

00:37:19: Und zwar hab ich erzählt, dass wir am Anfang in Kathmandu das Hotel so schlimm waren mit dem Putz der von der Wand gebröckelt ist beim Duschen.

00:37:26: und als wir wieder in Kathmando waren am Ende des Tracks dachte ich so war warmes Wasser ein richtiges Bett mit einer richtigen Matratze und der Witz ist es war genau das gleiche Hotelzimmer und das einzige was sich verändert hatte waren wir und dafür ist Reisen eben großartig.

00:37:42: Ein schönes Schlusswort von Julia Finkernagel.

00:37:44: Danke, dass du da warst!

00:37:45: Ein Stündchen bleibt uns noch in meinem Abenteuer spezial und das nutzen wir gleich für eine Rucksackreise um die ganze Welt.

00:37:53: RPA eins, mein Abenteuer mit Rainer

00:37:55: Meutsch.

00:37:56: Schon

00:37:56: seit fünfzig Jahren ist Jahaumbarnach in der Welt unterwegs.

00:37:59: auf eigene Faust hat der Verwaltungsjurist aus Wiesbaden schon über einhundert Länder erkundet.

00:38:05: er überlebte einen Schiffsuntergang bei Borneo besuchte ein Diamantencamp in Menizuella und wagte sich ins Löwenrevier.

00:38:13: in Simbapwe.

00:38:14: Reingeht es in die letzte Stunde in meine Abenteu spezial heute an Kaffreitag.

00:38:20: Jetzt wird's spannend, mein Lieber Jochen.

00:38:22: Du hast tausend Abenteuer mitgebracht.

00:38:24: Schön, dass du da bist!

00:38:25: Ja, hallo!

00:38:26: Uns beide verbindet ihr einiges nämlich die Schatzinsel, Lederstrumpf und bestimmt noch irgendetwas...

00:38:33: Der Seewolff

00:38:35: ist ja Reimund Harmsdorf glaube

00:38:37: ich.

00:38:38: Und haben diese Geschichten aus den Vier-Teilern oder Miffelteiler es immer auch waren dein Leben verändert?

00:38:45: Ich denke ja.

00:38:45: also Ich muss sagen, diese Abenteuerfilme, die es ja in der Form heute gar nicht mehr gibt.

00:38:51: Die haben mich damals dermaßen fasziniert.

00:38:54: Also man saß vor dem Fernseher und war in absoluter Spannung auch die Bücher von Karl May und Jack London.

00:39:03: also das war für mich war das das größte, dass diese Helden da zu erleben und das war auch mit achtzehn noch nicht ganz vorbei.

00:39:11: Weißt du denn noch wo deine erste Reise hingehen?

00:39:14: Also die allererste war eine Tremptour nach Frankreich und England oder den englischen Lake District.

00:39:20: Ich erinnere mich noch genau, wie ich zum ersten Mal an der Autobahn-Einfahrt stand und so ein Gefühl von absoluter Lebendigkeit hatte.

00:39:27: Da merkte ich sofort das ist meine Welt!

00:39:31: Jörn du hast dann der Redaktion vorher Abenteuer mitgeteilt?

00:39:35: Wir könnten jetzt bis morgen früh acht Uhr sein.

00:39:40: Afghanistan durchquert und bist auch geflüchtet über die Berge.

00:39:45: Ja

00:39:46: also ich sagte ja, das war ja der Hippie Trail damals.

00:39:51: aber ich war gar kein Hippi in dem Sinne wie die wenigsten die da unterwegs waren sondern ich war mehr auf so einem Karl-Maitrebb.

00:39:57: Ich wollte da Abenteuer erleben... Das

00:39:58: Wilde Kurdistan!

00:39:59: Das Wildecurdistan das war schon erregend durch das Wilde Kurdistan dann durch Persien durch den Iran wo die Revolution gegen den Shah bereits angefangen hatte.

00:40:11: Das war schon recht abenteuerlich.

00:40:12: und dann ging es nach Afghanistan, das war der Höhepunkt der Reise sozusagen.

00:40:18: Ja da habe ich was gemacht, was ich heute so nicht mehr machen würde.

00:40:21: Ich bin anders als die meisten Reisenden im Süden, die erst Faltstraße entlang gefahren sind.

00:40:29: Bin ich mittendurch durch Zentral-Afghanistan die sogenannte Zentralroute Und das war damals militärisches Sperrgebiet, es war also gar nicht erlaubt.

00:40:38: Aber genau das wollte ich natürlich!

00:40:39: Ich wollte Abenteuer und dann bin ich auf einem Lastwagen mitgefahren.

00:40:45: Auf dem etwa zwanzig dreißig einheimische Afghanen saßen auf der Ladung.

00:40:50: Wir konnten uns nicht unterhalten die Afghanen und ich.

00:40:55: Also keiner von denen konnte Englisch.

00:40:57: Dadurch entstand irgendwie so eine Beklemmung weil wir schwiegen uns an.

00:41:01: Ich bin mir gar nicht mal hundert Prozent sicher, ob das überhaupt eine gefährliche Situation war aber tatsache ist in der Karawanserei wo wir auf dem Bodensaßen gegessen haben guckten mich einfach zwanzig Afghanen an starten mich an.

00:41:16: da bekam ich Angst.

00:41:16: ja ich hab gedacht also Schlefs war besser draußen und als ich dann meinen Schlafsack packte und rausgehen wollte versperrte man mir die Tür und ich habe es dann irgendwie geschafft den zu erläutern dass ich ja direkt am Haus mich hinlege Und als dann einer sah, dass ich weg bin und nicht mehr da am Haus lege, kamen auf einmal alle raus und suchten mich.

00:41:36: Liefen zwei, liefen drei Meter an mir vorbei und haben mich zum Glück nicht gesehen.

00:41:41: Hast das Land verlassen?

00:41:42: Bist du über die Berge?

00:41:44: Ich bin

00:41:44: hoch in die Bergle geflüchtet in dieser Nacht und wollte zur Asphaltstraße irgendwie im Süden.

00:41:51: Hab dann aber am Morgen gemerkt ... Das ist ja fast wüste hier!

00:41:54: Also das schaffst du nicht.

00:41:56: Bin zurückgegangen Und unten Riesenmenschenansammlung und die Fahrt ging dann weiter.

00:42:04: Ich war dann vorne zwischen Fahrer- und Beifahrer platziert, also ich kam mir vor wie ein Gefangene und hatte immer noch Angst dass irgendwas geschieht.

00:42:13: unterwegs Naja,

00:42:15: ist noch gut ausgegangen.

00:42:16: Wenn man in die Mochahiddins und die Taliban reinrät, das ist nicht ohne.

00:42:20: Gleich fliegen wir mit einem kleinen Privatflieger in ein wildes Diamantencamp nach Venezuela!

00:42:25: Bei diesen Geschichten hält die Welt den Atem an.

00:42:28: RPR-Eins Meinadenteuer Mit Rainer Meutsch.

00:42:32: Ich habe es eben angedeutet Jochen Wir fliegen jetzt mit so einem kleinen Sportflugzeug In ein wirklich Wildes Diamantenkamp in Venezuela.

00:42:41: Da warst du doch eigentlich ein Gefahr für die Menschen, die da Diamanten suchen und die wir schwarz verkaufen

00:42:46: wollen?

00:42:47: Also

00:42:47: das kaufe ich nicht.

00:42:49: Dass ich Jungspund mit meinem Rucksack als Gefahr empfunden wurde... Die waren ja auch teilweise bewaffnet und schon hart gesotten Gesellen.

00:42:58: Es war auf jeden Fall einen Diamantenkamp auf keiner Karte verzeichnet wild Und äh.. Ich hatte das Glück.

00:43:04: in Kanaymar Hab' ich den kennengelernt an der Basis und Piloten und er hat mir davon erzählt.

00:43:08: von dem Diamantencamp konnte ich für fünfzig D-Markt mitfliegen und war natürlich absolut begeistert so was erleben zu dürfen.

00:43:17: Und hatte noch das Glück, dass es tatsächlich einen Diamantenschürfer mit Familie und Angestellten gab der Deutscher war.

00:43:25: bei dem konnte ich übernachten.

00:43:26: er war glücklich dass immer wieder Deutsch quatschen kann mit jemandem.

00:43:30: Aussteiger

00:43:31: Ja, ein Abenteurer.

00:43:32: Ein Glücksritter.

00:43:33: Hat der denn Diamanten gefunden?

00:43:37: Das war ja nicht nur mit Schippe und auf die Art haben sie schon ganz gut was rausgeholt.

00:43:44: Jochen Kenia war ein Traumziel.

00:43:46: natürlich wilde Tiere Big Five Und du hattest eine Safari gebucht und es ging los und sollte dramatisch ändern.

00:43:52: Was war passiert in Kenia?

00:43:54: Es gab keine Busse zum Tokana-Seel Deswegen eine Safari.

00:43:58: Das fing auch ganz toll an.

00:44:01: Bis dann so die ersten Signale kamen, dass die Gegend irgendwie nicht ganz sicher ist.

00:44:08: Auf jeden Fall am Abend des zweiten Tages kamen wir nach South Hall ein Ort etwa sechzig Kilometer südlich vom Tocana See und dort liefen alle mit Kriegsbemalung und Waffen herum.

00:44:19: Wir freuten uns erst mal und dachten das ist ein Vollklohre-Festival Super!

00:44:23: und trafen dann einen dicken italienischen Priester, der uns sagte es ist kein Volklor-Festival das ist Krieg zwischen den Turkana und dem Samburu.

00:44:32: Das war natürlich schon ein bisschen überraschend vor allem dass das safariunternehmen uns überhaupt da reingefahren hat.

00:44:40: am nächsten morgens sind wir hat der Fahrer sehr viel Druck gemacht dass wir möglichst schnell loskommen und wir fuhren also in Richtung Turkanassee Wüstenhaftes Gebiet, wo es aussah wie auf dem Mars und sahen auf einmal am Horizont eine Rinderherde die von drei rot gewandeten Turkana nach Westen getrieben wurde.

00:45:02: Auf einmal ertönte ein Schuss und der Globetrotter Klaus der zwei Sitze neben mir saß auf der rechten Seite.

00:45:10: Der röchelte und kippte zur Seite und war tot.

00:45:15: Und dann kamen weitere Schüsse.

00:45:17: ich ging davon aus das ist das Ende jetzt wirst du gleich sterben, weil ich dachte das wären Massaker.

00:45:23: Also die töten uns und nehmen dann den Jeep und unsere Wertsachen und so... also sie schossen elfmal insgesamt auf uns.

00:45:32: Auf einmal hörte ich wie der Fahrer weiter vor.

00:45:35: Ich merkte nicht dass er gewendet hat aber in dem Moment wo er wendete, hörten die Schüsse auf.

00:45:40: Das ist natürlich eine Situation wo man ins Nachdenken kommt ob diese Abenteuerreisen wirklich so ganz das wahre sind.

00:45:48: Ich bin danach auch fünf Jahre nicht mehr in Außer-Europa unterwegs gewesen.

00:45:55: Zumal die Gefahr ja noch nicht vorbei war, wir kamen zurück nach Saushaar und irgendwo außerhalb sollte eine Schlacht toben zwischen den beiden Stämmen.

00:46:06: Wir sind dann zu einer englischen Farmersfamilie geflüchtet und haben von dort einen Funk.

00:46:12: Da haben wir dann die Flying Doctors in Nairobi verständigt und gebeten dass sie uns da rausbiegen.

00:46:18: Wir

00:46:19: haben die gemacht und kurz vor Einbruch der Dämmerung konnten wir dann mit dem Flugzeug da raus.

00:46:25: Mit dem Toten?

00:46:26: Ja, ja!

00:46:27: Jochen da gefriert einem glatt das Blut in den Adern.

00:46:30: Wer dir zuhört bekommt Gänsehaut.

00:46:32: Ich freue mich dass du wieder heil rausgekommen bist Und jetzt hier von deinen Abenteuern berichten kannst.

00:46:37: Die Zeit ist nun leider rum.

00:46:39: Das war mein Abenteuer spezial an Kap Freitag.

00:46:41: ich wünsche allen ein gesegnetes Osternfest.

00:46:44: Ich bin Euer Rainer Meutsch Tschüss.

Über diesen Podcast

Viele spannende Erlebnisse, Außergewöhnliches und Gefährliches kommt seit 30 Jahren jeden Sonntag über den Äther. Berühmte Studiogäste berichten von ihren Abenteuern - und Reiner Meutsch ist seit der ersten Stunde immer mit von der Partie.

von und mit RPR1

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