RPR1
00:00:00: Einen wunderschönen guten Abend meine Lieben.
00:00:02: Schön, dass ihr wieder alle dabei seid.
00:00:03: Elke Eisermann ist heute mein Gast aus Mecklenburg-Vorpommern gekommen und sie ist eine Aussteigerin auf Zeit.
00:00:10: stelle euch mal vor Sie war fast ein Jahr lang in Wisconsin In der amerikanischen Wildnissen hat von Wurzeln, Ameisen und Früchten gelebt!
00:00:17: Sie hatte den Urwald dann als Toilette benutzt.
00:00:21: Ach es ist eine Geschichte die einfach unglaublich ist Und die erzählt sich uns gleich.
00:00:28: Schönen guten Abend, meine liebe Elge.
00:00:30: Du bist in der Zivilisation ist doch schön oder?
00:00:32: Ja.
00:00:32: Ja.
00:00:33: Du, neunzehnhundert und neunundachtzig bist du geflohen aus dem ehemaligen DDR über Ungarn dann in den Westen.
00:00:38: Hättest ja eigentlich noch ein paar Monate warten können, gell?
00:00:41: Da wäre es doch viel einfacher gewesen!
00:00:42: Genau.
00:00:43: aber dann wär's nicht mehr so abenteuerlich gewesen...
00:00:44: Ja das stimmt.
00:00:45: Und man wusste auch nicht ob die Mauer fällt, gäh?
00:00:47: Ganz genau.
00:00:48: War nischt absehbar am Auguste neunnachtzig?
00:00:50: Nein da war noch nichts davon zu sehen.
00:00:52: Da wars ja noch ein junges Mädchen gerade mal so zwanzig Verliebt mit dem Kerl in den Westen, so war es für die Story.
00:01:00: Sag mal Elke was hat dich denn bewogen?
00:01:04: In eine klaren ähnliche Struktur nach Amerika zu gehen?
00:01:09: für Monate mit deinem acht Jahre war deinem Sohn.
00:01:12: Was waren die Idee und die Motivation?
00:01:16: Ja also tatsächlich mein Sohn war acht Jahre alt Und Amerika war schon immer ein Traum für mich Obwohl ich vorher viel gereist bin, Amerika hatte ich irgendwie noch nicht geschafft.
00:01:28: Ich habe mich schon immer dafür interessiert wie kann ich draußen leben mit den einfachsten Mitteln so wie Menschen früher gelebt haben ohne diesen ganzen Zivilisationskram?
00:01:40: Als ich von dieser Möglichkeit gehört hab das in Amerika zu machen war klar, ich packe die Gelegenheit beim Schopfer und gehe los.
00:01:49: Kann man dir dein Kind aus der Schule nehmen?
00:01:51: für ein Jahr?
00:01:53: Einfach nicht, aber man kann.
00:01:54: Man kann.
00:01:55: und dann hast du Kontakt mit dieser Organisation aufgenommen in Wisconsin.
00:01:58: Wisconsin im Norden Amerika ist ja gelegen, im Winter sehr kalt und hast dann alles sein gelassen hier in Deutschland?
00:02:07: Ja also ich habe Kontakt aufgenommen mit den Leuten vor Ort.
00:02:12: Nach einigen Telefonaten und E-Mails bin ich dann als akzeptiert worden dort hinzukommen.
00:02:19: Und ja, ich habe dann letztendlich in Deutschland tatsächlich alle Brücken abgebrochen hab Wohnung aufgelöst autoverkauft einfach alles weggegeben die restlichen Sachen Bei Freunden auf dem Dachboden gepackt und bin losgegangen.
00:02:33: Gleich nach der Musik, leben in klaren ähnlichen Strukturen mit Menschen verschiedener Generationen ähnlich wie in der Steinzeit!
00:02:40: LPR-Eins
00:02:41: Mein Abenteuer Mit Rainer Meutsch.
00:02:43: Ja meine liebe Elke Eisermann aus Mecklenburg-Vorpommern angereist vom Feld Berger Seenlandschaft, wenn wir das ganz genau haben Dann bist du rein oder ne dann bist du raus aus Deutschland.
00:02:55: Rein nach Amerika.
00:02:57: Brostenwiesung für ein Jahr
00:02:59: Genau, du brauchst eigentlich ein Visum für einen Jahr.
00:03:01: Das ist aber ein bisschen schwierig.
00:03:02: Wir haben dann erst mal ein ganz normales Touristenvisum für ein halbes Jahr beantragt was auch ging und dann haben wir vor Ort verlängert.
00:03:09: das ist gar kein Problem.
00:03:10: Suchtest Du nach einer neuen Lebensperspektive?
00:03:13: Ja auch definitiv also in Deutschland.
00:03:17: manchmal wird es mir einfach sehr eng in Deutschland und ich war so ein bisschen an dem Punkt wo ich gedacht habe Es gefällt mir nicht mehr so gut.
00:03:25: Ich habe meine Arbeit als freiberufliche Hebamme aufgegeben, habe mich sehr für dieses Wildnisleben interessiert, war sehr unzufrieden mit der Schul-Situation von meinem Sohn und hab gedacht, so eine Auszeit bringt auf jeden Fall einen neuen Blickwinkel auf das was in Deutschland ist und ich war auch offen dafür nicht zurückzukehren.
00:03:42: Boah!
00:03:43: Das ist ja schon Hammer, gell?
00:03:45: Ist noch Eltern die leben und das erlebt haben?
00:03:48: Ja Meine Eltern leben...
00:03:49: Was haben die denn gesagt?
00:03:50: Als du dann sagst, Papa, Mama.
00:03:53: Ich hab da eine Idee!
00:03:55: Die haben gar nicht viel gesagt weil die ja wissen wie das bei mir ist.
00:03:59: wenn ich los gehe, gehe ich los und egal wer versucht mir da irgendwas einzureden oder auszureden besser gesagt stößt darauf keinen.
00:04:09: Es sollte ja das einfachste Leben in der Wildnis sein ohne irgendwelche Zivilisations-Dinge.
00:04:15: Das kostet auch Geld bei denen da auf dem Feld zu wohnen oder im Wald zu wohnen?
00:04:20: Ja, die haben geringe Teilnehmergebühr erhoben.
00:04:23: Aber das war wirklich sehr, sehr wenig wenn man bedenkt dass dafür ein Jahr sehr gute Unterstützung vor Ort war.
00:04:30: Ein Teil der Verpflegung gestellt war, da wäre nicht nur von Wurzeln und Blättern gelebt haben gab es hin- und wieder auch Unterstützung.
00:04:40: Genau, also von daher es war nicht viel Geld.
00:04:42: Bei diesen Geschichten hält die Welt den Atem an!
00:04:45: RPR-Eins Meinadenteuer mit Rainer Meutsch.
00:04:49: Elka du bist in Wisconsin im Land der siebenhundert Seen gewesen.
00:04:54: wo genau war's?
00:04:55: Im welchen Wald bist Du gezogen?
00:04:58: Das war der Nicolette National Forest in Threlaks.
00:05:04: Das liegt in welchen anderen Bundesländern?
00:05:08: umschließt Wisconsin?
00:05:10: Also auf jeden Fall ist Ohio direkt daneben und ansonsten geht es nach Norden.
00:05:13: in ein paar Stunden, ist man in Kanada.
00:05:15: Also kalt auch im Winter?
00:05:17: Du wusstest dass du daneben Winter ja auch leben wirst, das war dir ja bewusst.
00:05:22: Genau also... Wir sind ja Indianer wo du lebst.
00:05:24: Ja dort leben Ojipwe Indianer.
00:05:26: Das ist auch innerhalb dieses Reservats.
00:05:30: Ojipve Indianer sind traditionell Waldland-Indianer Und ich wusste, dass ich im Winter dort leben werde.
00:05:36: Na klar!
00:05:37: Beschreib mal die Landschaft wo du leben werst.
00:05:40: Die Landschaft ist relativ ähnlich der Landschaft, wo ich jetzt lebe in der Mecklenburger Seenplatte.
00:05:45: Es gibt halt viele, viele Seen... ...viele Nadelwälder, viele Laubwälden sehr viel Ahorn und es ist ja sumpfig!
00:05:54: Das unterscheidet sich ein bisschen von dem was ich hier in Deutschland kenne.
00:05:58: du tappst quasi von einem Sumpf in den nächsten.
00:06:01: Und es ist ganz, ganz dünn besiedelt.
00:06:03: Beschreib mal den Clan die Clan Struktur wo Du leben wirst.
00:06:08: Der Clan hat sich zusammengesetzt aus Menschen verschiedenster Herkunft.
00:06:13: Die kamen aus Nordamerika, die kamen von Schweden, Deutschland und Österreich.
00:06:18: Es waren Familien, es waren junge Menschen ... Die Altersstruktur war so von drei bis sechsundsiebzig.
00:06:26: Ja, Familien, Alleinerziehende wie ich, einfach junge Menschen mit viel Autor und Survival- und Wildniserfahrung und Menschen, die gar keine Erfahrung draußen
00:06:36: haben.
00:06:36: Wieviel insgesamt?
00:06:38: Als wir dort angekommen sind, im Mai waren wir ... ... zweiundvierzig Leute.
00:06:44: Ein Leben im Clan!
00:06:45: Gleich geht's weiter.
00:06:53: LK Eisenmann hat sich entschlossen ein Jahr lang in einem Clan in Wisconsin zu leben in Amerika.
00:06:58: Sie kommt aus gutbürgerlichen Verhältnissen ist im Osten aufgewachsen dann weiter die Jugend verbracht im Westen.
00:07:04: Und irgendwann beschloss sie sich, jetzt gehe ich mit meinem achtjährigen Sohn nach Wieskanzend.
00:07:09: Was hattest du eigentlich für eine Ausrüstung in der Wildnis dabei?
00:07:14: Wir hatten relativ wenig dabei.
00:07:15: also ein Grundsatz an Klamotten im Sommer halt so ganz normale Sommerklamotte und Baumwollhose, Baumwolt-T-Shirt.
00:07:23: Im Winter hatten wir zwei Garnituren Winterkleidung die Bestand aus Wolle.
00:07:28: Ansonsten hatten wir anfänglich noch ein Zelt, einen Tomahawk.
00:07:32: Eine Achstenschlafsack.
00:07:34: Keine Isomatte, kein Kissen oder irgend sowas.
00:07:36: Kein Teller, keinen Löffel, keine Tasse, kein Kochgeschirr... Gar nix!
00:07:41: Also kein Telefon, kein Kirschrank, kein Supermarkt.
00:07:45: Was habt ihr abends gemacht?
00:07:47: Am Feuer gesessen und Geschichten erzählt.
00:07:50: Was für
00:07:50: Geschichten?!
00:07:52: Ganz viele verschiedene.
00:07:53: Die Kinder haben ihre eigenen Geschichten erzählt.
00:07:56: Wir Erwachsenen haben uns zum Teil ausgetauscht, wo wir herkommen und warum dort sind welche Probleme es vor Ort gibt wie wir uns ernähren, die Tage gestalten wieder klaren als klaren wirklich zusammen wachsen kann und gemeinsame Dinge tun können.
00:08:12: aber sehr viel ging es wirklich so um dieses Zwischenmenschliche was natürlich bei zweiundvierzig Menschen aus verschiedensten Ländern mehreren Generationen.
00:08:20: Klar, da gibt es zwischenmenschlich ganz viele Reibereien,
00:08:23: wenn man sich nicht kennt.
00:08:24: Waren das auch Familienvater-Mutterkind oder waren das wie du Singles?
00:08:29: Ähm alles!
00:08:30: Das waren Singles und das waren auch Vater-, Mutter-, Kind-Familien.
00:08:34: Hat sie direkt von Anfang an irgendjemand den auf dem Kicker hattest?
00:08:37: Oder gab's da Leute die die schon auf dem Kicker hatten?
00:08:40: Na klar also in so einer großen Gruppe ist das vorprogrammiert.
00:08:47: Heute Abend zu Gast ist Elke Eissermann.
00:08:49: Sie kommt aus Mecklenburg-Vorpommern und lebte ein Jahr lang in einem klaren Inviskonsen, der amerikanischen Wildnis unter spärlichsten Bedingungen.
00:08:57: Was ihr erzählt ist so spannend!
00:08:59: Man taucht wirklich ein in die Steinzeit und sie nimmt uns mit auf eine unglaublich sympathische und spannende Weise.
00:09:06: Gleich geht es weiter...
00:09:07: RPA eins, mein Abenteuer mit Rainer Meutsch.
00:09:10: Beschreib mir so einen Alltagelke in der Wildnis, richtig in der Wildnis wenn du morgens wach wirst bis zum Schlafen gehen.
00:09:17: Beschreibt mal so ein Tagesablauf.
00:09:19: Also wenn ich jetzt so ein Sommertagesablauf beschreibe dann heißt das Wachwerden mit der ersten Dämmerung also drei halt hier etwa.
00:09:27: Na klar wie auch in einer Zivilisation hat man morgens wenn man aufgestanden ist meistens ein dringendes Bedürfnis.
00:09:33: Toilette?
00:09:34: Richtig
00:09:35: Und wo?
00:09:36: Im Wald.
00:09:38: In was?
00:09:40: Im Wald, also das war... genau!
00:09:43: Das ist immer eine ganz spannende Frage.
00:09:45: aber da habe ich etwas Tolles gelernt.
00:09:47: Wir haben ja in dem Ojipfelland gelebt und die Indianer Ich hab dann auch vor Ort gedacht wie machen sie das eigentlich mit diesen großen Stämmen?
00:09:56: Genau wir hatten jeder so ne eigene DAI-Area nannte sich dass das ist ein Ort der heißt das was ich bekomme gebe ich zurück.
00:10:06: Das heißt, die Nahrung, die ich bekomme, die gebe ich wieder zurück.
00:10:09: Da hatte ich ein Hektar großes Gelände irgendwo im Wald.
00:10:12: Das war auch ziemlich klar definiert, wer wo und dort konnte ich alles hinbringen was ich nicht mehr brauchte.
00:10:19: Was hast du dann den ganzen Tag übersonst gemacht?
00:10:23: Wir haben erst mal halt geguckt, was gibt es zum Frühstück?
00:10:26: Häufig bin ich direkt im Morgengrauen in mein Kanu gestiegen auf dem See gefahren habe erstmal gefischt weil das ist die beste Zeit zum Fischen.
00:10:34: Na klar, es wurde in den See gesprungen um sich zu waschen.
00:10:37: Die Kleidung muss mal repariert werden.
00:10:38: die Kinder brauchen irgendwas.
00:10:40: Es wird viel geredet in so einem Clan.
00:10:42: Es muss Essen gekocht werden für die ganze Truppe Es muss essen ran geschafft werden für der ganzen Truppe.
00:10:47: Wir haben auf dem Feuer gekoacht das heißt wir mussten alle ständig auch Feuerholz sammeln.
00:10:53: Ja und manchmal gab's auch einfach Zeiten da bin ich einfach nur durch ein Wald gelaufen und hab das Leben genossen
00:10:59: Und beim Sonnenuntergang irgendwann wird gegessen bestimmte Rituale, wann man sich zusammensetzt?
00:11:05: Genau.
00:11:06: Wir haben einfach geguckt dass es möglichst noch hell ist bevor wir anfangen mit dem Essen und dann sind wir erst mal als Gruppe zusammengekommen, sind erstmal zur Ruhe gekommen, dann beim Essen.
00:11:17: des Essen wurde ausgegeben von einer bestimmten Gruppe von Leuten und wir haben uns dann so den Alter entsprechend dort
00:11:24: gruppiert.
00:11:25: Und warum du zehn Kilo abgenommen hast, das erfahren wir gleich nach der nächsten Musik.
00:11:29: Bei
00:11:29: diesen Geschichten hält die Welt den Atem an!
00:11:32: RPR-Eins Meinadenteuer mit Rainer Meutsch.
00:11:35: LK Eisenmann ist hier berichtet über ihr Leben in der Wildnis bei den Indianern in Wisconsin.
00:11:40: ein Jahr war sie da.
00:11:40: Warum hast du zehn kilo abgenommen?
00:11:43: Weil es einfach nicht genug Essen gab.
00:11:46: Wir haben sehr viel Essen selber gesammelt in der wildnis aber viele aus der gruppe einfach noch nie draußen waren mussten wir das ja auch alles erst mal lernen.
00:11:54: Also wenn du dir überlegst für eine Gruppe von vierzig Leuten nur Eiweiß in Form von Fischen aus dem See zu holen, dann musst du ne Menge Fischen oder soviel Pflanzen zusammen das alle davon satt werden.
00:12:06: Das ist schon eine Herausforderung.
00:12:07: und auch wenn es unterm Strich viel zu essen gab also viele Beeren ich habe noch nie soviele Brombeeren in meinem Leben gegessen wie dort.
00:12:14: Davon wirst du nicht satt.
00:12:17: Du brauchst einfach viel Fleisch.
00:12:19: Wir konnten vor Ort nicht jagen, auch in den USA gibt es Jagdgesetze.
00:12:22: Das heißt man kann sich einfach einen Hirsch erlegen wenn man Lust hat.
00:12:27: Also ja es gab unterm Strich einfach zu wenig Essen für alle.
00:12:30: Du hast Fischköpfe, Knochen, Frösche Kröten, Amazon, Nacktschnitten wirklich gegessen?
00:12:35: Ja Okay, danke fürs Gespräch.
00:12:40: Aber sag mal Elke, Hände waschen!
00:12:43: Da habe ich etwas gegeben von koniferen Nadeln... wie habt ihr euch da die Hände gewaschen?
00:12:49: Also grundsätzlich natürlich schon im See dann tauchst du einfach die Händen ins Wasser nimmst ein bisschen Seesand und rubbelst die Hende so dann sind die auch ordentlich sauber.
00:12:56: aber zur Desinfektion eignen sich Konifernalentannen kiefern Fichten hervorragend weil sie enthalten ätherische Öle und wenn Du die einfach zwischen den Fingern zerreibst dann entfalten sich die ätherischen Öle und nehmen die Keime weg.
00:13:08: Und das ist natürlich sehr wichtig in so einem Environment.
00:13:10: Wie sah eure Zahnbürste aus?
00:13:12: Die Zahnbürste war anfangs noch eine ganz normale Ausstatt-Zivilisation, aber die ist ja irgendwann aufgebraucht... ...und dann nimmst du einfach einen Ast von der Eiche oder von dem Ahorn und zerkaußt das Ende ein bisschen, dann wird es so faserig und dann kannst du dir ganz wunderbar die Zähne damit putzen.
00:13:25: Super!
00:13:26: Die Kinder, wie wurden sie
00:13:29: erzogen?!
00:13:29: Es gibt ja keine Schule da, gell?
00:13:31: Nein, also eine Schule im herkömmlichen Sinne gibt es da überhaupt nicht.
00:13:34: Ich finde mein Sohn hat in dem Jahr die beste Lebensschule seines Lebens durchlaufen und ja man merkt das heute noch Die Kinder waren sehr eigenständig.
00:13:44: Es gab drei vier klare Regeln.
00:13:47: Da haben sie sich auch ausnahmslos dran gehalten Und ansonsten konnten die wirklich den ganzen Tag Fahrtwinnerspielen.
00:14:00: LK Eisenmann berichtet über ihr Erlebnis in der Wildnis im Wisconsin bei den Indianern mit ihrem achtjährigen Sohn.
00:14:05: hat sie dort gelebt, mit spattanigsten Mitteln... Hat sie dort gelebt?
00:14:10: Aber irgendwann... Irgendwann wollte er klaren dich nicht mehr.
00:14:15: oder wolltest du denn klaren nicht
00:14:17: mehr?
00:14:19: Ja, ich glaube es war beides.
00:14:22: Also ich habe irgendwann gemerkt dass die Ziele oder das worauf dieser Clan hinsteuert, dass sich da nicht mehr mitgehen kann und der Clan hat gemerkt, dass ich nicht mal mit ihm mitgehe und unterm Strich führte dann dazu, dass wir uns voneinander getrennt haben.
00:14:38: Wie
00:14:38: kam es zu dem Entschluss?
00:14:40: Hat einer gesagt Wir wollen dich nicht mehr?
00:14:45: Tatsächlich!
00:14:47: Unter dem Strich hat der Clan letztendlich, als sie nicht mehr damit umgehen konnten wie ich dort vor Ort war.
00:14:54: Haben Sie zu einem uralten Mittel gegriffen was in Steinzeit oder den steinzeitenlichen Völkern angewandt wurde?
00:15:01: Das war die Verbannung und Verbandung hieß in uraltem Zeiten das war ein Todesurteil weil ohne Clan geht es nicht daraus zu überleben.
00:15:11: Ihr seid ja auch viel nack drum gelaufen, war ja ein See da.
00:15:14: Spielte Sexualität eine Rolle im Clan?
00:15:17: Ganz, ganz gering.
00:15:19: Ja also da war nicht viel von Erotik oder Sexualität zu spüren... Also
00:15:24: zwar nur das Leben in der Natur was die Leute dort
00:15:27: mochten?
00:15:28: Genau es ging um das Leben In der Natur.
00:15:31: Interessanterweise waren viele auch da weil so ein Thema vor Ort war.
00:15:36: wie komme ich als klaren Eng zusammen?
00:15:38: Wie kann ich Sachen die ich in der Zivilisation gelernt habe wieder von mir ablegen also auf der seelischen Seite Und das war für viele auch sehr, sehr wichtig.
00:15:48: Also es ging nicht vordergründig nur darum irgendwelche Überlebensfähigkeiten zu lernen.
00:15:54: Im nächsten Talk werden wir erfahren wovon du heute lebst Denn die Erfahrung die Du mitgebracht hast aus Wisconsin und deine Lebenserfahrung setzt du um in ein ganz interessantes Abenteuer und jeder kann mitmachen.
00:16:09: Elke, kommen wir nun dazu im letzten Talk.
00:16:11: Elke Eisermann aus Mecklenburg, genauer gesagt aus Feldberger Seenlandschaft.
00:16:17: Du bist jetzt gerade um die Fünfzig und hast jetzt mit all der Erfahrung, die du in deinem Leben gesammelt hast was ganz Neues gemachte?
00:16:25: Genau ich habe vor ungefähr zehn Jahren eine Wildnisschule gegründet und als wir aus den USA zurück haben hab' ich dem Ganzen nochmal ganz ne ganz neue Richtung gegeben Und zwar gebe ich Kurse und Camps für Familien.
00:16:39: Das heißt, alles was ich gelernt habe in den USA und auch auf meinen sonstigen Reisen setze ich um in diesen Camps und dort können ganze Familien aber auch junge Leute ja wer auch immer kommen möchte Aber wie gesagt ist speziell für Familien orientiert Können einfach mit mir eine Woche lang in der Wildnis leben
00:17:00: Von Frühjahr bis Herbst.
00:17:02: wo?
00:17:02: Wie sieht die Landschaft aus?
00:17:04: Ja, die Landschaft ist sehr ähnlich wie in der wir in Wisconsin gelebt haben.
00:17:09: Es ist das Land der Tausend Seen und es ist die Mecklenburger Seenplatte.
00:17:12: Und der Ort an dem ich meine Kurse gebe heißt Kolberzermühle.
00:17:16: Das ist in einer wunderschönen Uckermark nördlich von Berlin.
00:17:21: Dort befindet sich mein Wildnisdorf.
00:17:24: Wie kommt man an Informationen?
00:17:26: Informationen gibt es auf meiner Internetseite www.wildnis-fade.de oder über Facebook
00:17:33: Wildnis-Fade.De.
00:17:37: Wie viele Leute nehmen daran teil an so einem Aufenthalt?
00:17:40: Ja, das ist ein bisschen unterschiedlich kommt immer aufs Thema an aber so zwischen zwanzig und vierzig Teilnehmern.
00:17:45: Du bist auch da.
00:17:47: Ich bin auf jeden Fall vor Ort.
00:17:48: Ich
00:17:48: erlebe dann da
00:17:49: Auf jeden Fall.
00:17:50: Das war eine wunderschöne Geschichte, meine liebe Elke.
00:17:53: Du hast uns mitgenommen in wirklich das einfachste Leben was dich viel gelehrt hat und du gibst das was du gelernt hast weiter an andere Menschen.
00:18:01: Wunderbar!
00:18:02: Jetzt kommen wir gut nach Hause hier aus Rheinland-Pfalz nach Mecklenburg ist ja nicht gerade gerade um die Ecke.
00:18:08: Schön dass du da warst.
00:18:09: dir alles Gute und nächste Woche hören wir uns wieder mit einem neuen Abenteuer.
00:18:13: so gehört sich das in meinen Abenteuern.
00:18:15: spannende Menschen sowie Elke kommen auch nächste Woche bis dann.
00:18:17: ich bin der Rainer.