Mein Abenteuer

Mein Abenteuer

RPR1

Transkript

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00:00:00: Einen schönen guten Abend!

00:00:01: Rein geht's in ein ganz besonderes Abenteuer mit Kai Marcos Chiang.

00:00:05: Er hat den Nachnamen seiner chinesischen Frau angenommen und außergewöhnliches geleistet, Kai ist von Hamburg bis nach Shanghai entlang der Seitenstraße zwölf tausend Kilometer für die Völkerverständigung gelaufen.

00:00:18: Dramatisch ist es geendet denn er hat sich beide Füße gebrochen.

00:00:22: Seine Geschichte gibt´s heute bei mir In den nächsten zwei Stunden.

00:00:28: Kai Markus Chiyong, was für ein schöner Nachname.

00:00:31: Der klingt so schön Bayrisch!

00:00:32: Nein, der klingt natürlich nicht bayrisch ist der Name meiner Ehefrau.

00:00:36: Zhong kommt aus dem chinesischen, also chinesischer Name und heißt übersetzt Bär.

00:00:41: Ja und du kommst aus

00:00:42: Bayern?

00:00:42: Ich komme aus Bayern.

00:00:43: genau ich bin gebürtiger Bayer oder wir trennen das ja nochmal in Franken und andere Teile.

00:00:48: aber dass es mein Heimatbundesland...ich wohne jetzt aber seit über zehn Jahren in Hamburg.

00:00:52: Wie kommst du den nachnamen deiner Frau angenommen hast?

00:00:56: Meine Schwiegereltern haben nur ein Kind, sprich meine Frau.

00:01:01: Und wenn du dir vorstellst dass sie dann halt einfach im Ausland lebt und du siehst die vielleicht nur ein oder zweimal im Jahr, dann bleibt ihr nicht viel!

00:01:08: Wenn ihr den Namen noch wechselt ist es noch schwieriger und empfiehlt einen Teil der Familientradition.

00:01:13: Bei uns ist es aber so das wir in der Regel einen Familiennamen haben Und dann habe ich entschieden, dass sich den Namen meiner Frau annehmen.

00:01:19: Sehr zur Freude meines chinesischen Schwiegervaters der dann weiß das unser gemeinsamer Sohn auch seinen Namen hat.

00:01:25: und dann kannst du dir natürlich ein Opa vorstellen wie stolz er ist wenn er weiß Das bleibt sein chinesischer Name in der Familie.

00:01:31: Was für ein ordentlicher Junge.

00:01:32: Du bist in der Kloster Schule groß geworden.

00:01:34: Ja

00:01:35: Mit jungen Jahren von Großeldern aufgezogen worden, mit vielen Werten ausgestattet.

00:01:41: Kann man das so zusammenfassen?

00:01:42: Ja absolut!

00:01:43: Bin ich auch sehr dankbar drum weil ich glaube Dinge gelernt zu haben die ich vielleicht sonst nicht gelernt hätte.

00:01:48: also ich glaube dass durch die Vorgeneration man einfach noch mal viele dinge mitkriegt die wir von den Eltern manchmal nicht mit kriegen können.

00:01:55: es einfach ein Generationsunterschied.

00:01:57: Weil deine Großeltern haben den zweiten Weltkrieg noch mit gemacht.

00:02:00: Du hast doch ein schönes Erlebnis mit dem Kühlschrank das musst du noch erzählen.

00:02:06: Meine Großmutter hat immer gesagt, wenn ich die Schule abgeschlossen habe, endet ihre Verantwortung.

00:02:10: Und als ich tatsächlich dann mit der Schule fertig war, war der Kühlschrank leer und ich war total perplex.

00:02:15: aber sie sagt nein, da hab' ich dir doch erklärt also Schule fertig heißt du musst dich jetzt um dich selber kümmern und das hat die durchgezogen und es war für mich natürlich schon eine Lehre achte darauf dass du dich um dich selbst kümmerst.

00:02:26: Du bist für dich selber verantwortlich in deinem Leben und kannst das nicht immer an andere abschieben.

00:02:29: Das ist was mir heute auch auffällt was vielen fehlt selber Verantwortung zu übernehmen.

00:02:34: Mir war es eine gute Lehre!

00:02:37: Wir gehen mit der zwölftausend Kilometer, gehen ist gut.

00:02:40: wir laufen bis nach Shanghai

00:02:41: RPA-I mein Abenteuer mit Rainer Meutsch

00:02:45: Kai Markus Schiong und wir starten in Hamburg Richtung Shanghai.

00:02:49: zwölftausend Kilometern.

00:02:50: was war deine Motivation das zu Fuß zu machen?

00:02:56: Ja das ist natürlich ne Frage die häufig kommt was motiviert dich eigentlich das zu laufen?

00:03:00: du kannst ja Fahrrad nehmen fliegen oder sonst wars.

00:03:04: Ich möchte das Thema Vorurteile aufgreifen, ich möchte zur Völkerverständigung beitragen und dann ist der langsamste Weg eigentlich der Beste weil du am meisten erlebst.

00:03:12: Wenn du mit dem Auto durchfährst, dann hast du Fünfzig, Sechzig, Achtzig kmh.

00:03:15: wenn du mit einem Flieger drüberfliegst siehst du gar nichts von den Ländern.

00:03:19: Du musst dann jedes mal landen, machst es natürlich auch nicht so einfach.

00:03:23: Laufen ist tatsächlich das was am einfachsten geht, was jeder kann.

00:03:27: also du brauchst nichts lernen dazu.

00:03:28: Du machst halt einen Schritt nach dem anderen oder kommst mit den Leuten ins Gespräch.

00:03:32: Du weißt jeder kann dich ansprechen auf der Strecke.

00:03:35: er muss ja nicht vor's Auto springen und sagen stopp sondern er kann nicht ansprechen und du kommst ins Gespräch, du kommste in die Kommunikation.

00:03:41: Du siehst Dinge, die du sonst nicht siehst.

00:03:43: Im Auto auch wenn das langsame ist als vielleicht fliegen oder im Fahrrad siehst du schon viel aber nicht soviel wie ich sehen konnte.

00:03:50: Du bist halt einfach direkt bei den Leuten.

00:03:52: Du kannst auch wenn da mal eine Straße weggespült ist oder weggeschwemmt ist einfach weiter laufen.

00:03:56: Das wird mit dem Fahrrad und einem Auto schon schwieriger.

00:03:59: Zwölf tausend Kilometer entlang der Seidenstraße Aber das sollte auch eine Botschaft sein.

00:04:04: dieser Lauf

00:04:05: Ja Ich laufe ja oder ich bin ja durch Länder gelaufen Die Nicht ganz vorurteilsfrei sind.

00:04:11: Und die meisten Vorteile, die ich wahrnehmen sind tatsächlich dann auch von Gruppen, die selber nie da waren.

00:04:17: Wenn man aber die Länder mal besucht hat, wenn man das selber live gesehen hat, dann denkt man plötzlich ganz anders drüber nach.

00:04:22: einige Vorurteile bestätigen sich natürlich, aber andere werden auch gnadenlos widerlegt.

00:04:27: Das ist eigentlich die Message dass die Leute dort die Menschen, die wir dort getroffen haben Einfach auch so sind wie wir.

00:04:33: Die haben ihre Ängste, die haben ihre Sorgen... ...die machen sich auch Gedanken über die Zukunft ihrer Kinder.

00:04:38: Die wollen eigentlich auch nur für ihre Kinder das Beste.

00:04:41: Die leben es anders als wir aber runtergebracht auf dass menschliche sind war alle gar nicht soweit auseinander.

00:04:47: Bei diesen Geschichten hält die Welt den Atem an!

00:04:50: RPR-Eins Meinadenteuer mit Rainer Meutsch.

00:04:54: Kai Markus Schion aus

00:04:56: Hamburg

00:04:56: angereist um von seinem Extremlauf zu erzählen.

00:04:59: Von Hamburg nach Shanghai Mit zwölf tausend Kilometer entlang der Seidenstraße im Jahr.

00:05:04: Im Jahr zwei Tausend siebzehn hast du das gemacht, also noch Jahre vor dem russischen Angriskrieg?

00:05:09: Wie ging's los?

00:05:10: Ja, zwölfter März ging es los.

00:05:12: knapp neun Monate Vorbereitung war ein ordentlich kalter Tag aber wir hatten das Glück bei der Elbphilharmonie in Hamburg zu starten und ja hoch emotional weil natürlich keiner wusste worauf ich mich da eingelassen habe.

00:05:24: Du wird es begleitet von einem Begleitfahrzeug, Verpflegung, Schlafsack alles drin.

00:05:29: Genau!

00:05:29: Also der Victor Neubauer hat mich begleitet.

00:05:31: er hat vier Wochen vor meinem Start erst gesagt er kommt mit.

00:05:34: wir hatten keinen Fahrer gefunden kein Begleiter gefunden.

00:05:36: er hat aber die Tour mit geplant und sagte Weißt du jetzt hast du keinen gefunden.

00:05:40: ich schmeiß meinen Job hin.

00:05:41: ich komme mit Einzige Bedingungen mein Käfer muss mit.

00:05:48: Das ist ein ganz kleinen Wohnanhänger, ich habe eben Fotos gesehen.

00:05:51: Du hattest das so geplant dass du so sechs-sieben Tage läufst.

00:05:54: am Tag wie viel Kilometer?

00:05:56: Sechzig bis achtzig Kilometer.

00:05:57: Boah!

00:05:58: Mann man, das ist so einen Gehlauf oder...

00:06:01: Das ist eigentlich gemischt aus allem.

00:06:03: also überwiegend ist es Marathon Geschwindigkeit, dass du halt wirklich joggst.

00:06:08: aber ich hab natürlich auch Phasendrennen wo du dann gehst.

00:06:11: Es sind auch phasenden wo steile Berganhänge sind, da krabbelste dann eher hoch.

00:06:15: Das Ziel ist sechzig- bis achtzig Kilometer jeden Tag zu schaffen.

00:06:18: Du bist doch ein junger Mensch und wolltest aber unbedingt auch durch Russland nach Stalingrad.

00:06:24: Ja, warum?

00:06:25: Also einer der Hauptvorurteile die ich selber habe war Russland.

00:06:29: Russland war für mich immer ein Land vor dem ich Angst hab wo die Polizei schwierig ist Wo die Menschen schwierig sind.

00:06:34: Die sollen ja angeblich so unfreundlich sein.

00:06:37: Dann haben wir natürlich mit einem zweiten Weltkrieg auch eine Geschichte mit Russland.

00:06:40: Und dann habe ich gesagt wenn ich schon auf solchen Strecken laufe da muss ich mich meinen eigenen Vorurteilen stellen.

00:06:46: Aber dann gehören solche Städte mit dazu, wo du als junger Mensch einfach auch schwierig Bezug zu findest.

00:06:51: Ich habe den zweiten Weltkrieg nicht miterlebt ich kenne nur die Geschichten.

00:06:54: aber ich wollte das einfach auch gegen meine eigenen Vorurteile machen.

00:06:59: Das ist ja... Dann kriegt man ja Gänsehaut dass du da die Historie einfließen lässt in dieses nach vorne gerichtet nämlich diesen Lauf.

00:07:07: Gut!

00:07:07: Ich würde sagen wir spielen ein paar takte Musik und dann kommen wir wieder.

00:07:16: Wir sind mitten

00:07:16: in Osteuropa mit Kai Markus Chillon aus Hamburg, unterwegs zu Fuß per Lauf nach Shanghai.

00:07:24: Oste Europa fasziniert und gern.

00:07:25: du hast dir einige Stationen erlebt zum Beispiel kannst du das sagen?

00:07:28: Ja also waren für mich ja auch alles Länder wo ich selber sage dich vor ein Jahr Vorurteile habe wo ich sag den stelle ich mich Ich gucke mir das ganz neutral an was sich dort erlebt Für Kazakhstan und Uzbekistan ganz wilde Geschichten vorher gehört.

00:07:44: Wir wurden gewarnt, wir sollen dann nicht hin.

00:07:45: es ist gefährlich da werden Leute entführt Da wirst du weggesperrt Und wir sind ja nichts besonderes.

00:07:52: Wir sind einfach nur zwei Verrückte die da unterwegs waren.

00:07:55: Wir haben nichts dergleichen erlebt gar nichts.

00:07:57: Im Gegenteil das komplette Gegenteils.

00:07:59: Wir haben Polizisten getroffen die in der Wüste uns hinterher sind und Wasserflaschen gebracht haben weil sie gesagt ihr könnt nicht in der wüste laufen ohne was.

00:08:05: ich habe gar nicht genug dabei.

00:08:06: Die wussten nicht dass mein Begleitfahrzeug dreißig Kilometer vor mir ist.

00:08:10: Wir haben nachts, sind wir aufgeweckt worden von Sicherheitsbehörden die gesagt haben hey Leute raus raus ausweis zeigen.

00:08:16: Wir dachten jetzt geht's dahin.

00:08:17: nein Die wollten uns nur erklären das ist kein sicherer schlafplatz.

00:08:20: bitte packt zusammen folgt und wir bringen euch zu einem platz wo ihr sich erschlafen könnt.

00:08:24: also Du hast immer diese angst wenn jemand kommt und stellst dann fest eigentlich meint der es nur ganz gut.

00:08:30: wir haben aber auch umgekehrt viele gesehen Aus unseren Ländern, die dann aber auch entsprechend reagiert haben und pumpig waren.

00:08:37: Und was wächst du mir nachts auf?

00:08:39: Bist du doof?

00:08:39: Was willst du

00:08:40: hier?".

00:08:41: Und wir haben uns häufig geschämt!

00:08:42: Wir haben uns wirklich häufig geschämt weil die Menschen dort wirklich herzensgut sind.

00:08:48: Die teilen auch ihr nichts.

00:08:50: Die haben nichts... Die wohnen im Rohbau ohne Fenster und bieten ihr eigenes Schlafzimmer an, dass du nachts nicht in deinem Camper schlafen.

00:08:57: Sag mal, mit welchen Schuhen bist du eingelaufen?

00:08:59: Wenn man so zwölf tausend Kilometer vor sich hatte sind das Spezialschuhe und damit die Sohlen.

00:09:04: das aushalten jeden Tag zu fünfzig sechzig-siebzig Kilometer.

00:09:07: Ja also ich habe zum Thema Vorurteile auch ganz bewusst Hersteller ausgesucht, die eben auch unter Vorurteil leiden.

00:09:13: Ich hab bei den Schuhe einen chinesischen Herstellern der in europäischen Markt möchte.

00:09:16: Das ist die Firma drei sechs eins Und hat mir die schuhe angeguckt und gesagt könnt ihr mich unterstützen?

00:09:22: Das hat dann ein bisschen Diskussion gebraucht, aber es hieß ja.

00:09:25: Und dann war von derin der Wunsch... Wir machen dir extra Schuhe und ich hab gesagt nein!

00:09:29: Ich will die Schuhen in meinem Laden kaufen kann.

00:09:31: Ich will den ganz normalen Schuh, den jeder Bürger kriegt.

00:09:33: Ich möchte keine Extrawurst.

00:09:35: Und die haben

00:09:36: gehalten?

00:09:37: Wie wäre das?

00:09:38: drei Sekunden?

00:09:39: Drei,

00:09:40: sechs eins.

00:09:41: Okay, Marketingabteilung, Rechnung schreiben.

00:09:45: Wir gehen in die zweite Stunde in meine Abenteuer mit Kai Markus John.

00:09:49: Er ist von Hamburg bis nach Shanghai gelaufen, fast zwölf tausend Kilometer und kurz vor dem Ziel bricht er sich die Füße.

00:09:55: Was passiert ist das erfahrt ihr in der nächsten Stunde!

00:09:58: RPA-I mein Abenteuer mit Rainer Meutsch

00:10:01: Kei Markus Schion unterwegs von Hamburg Bis nach Shanghai zu Fuß.

00:10:06: Wie viel Visa hattest du eigentlich im Gepäck?

00:10:09: Ich hatte drei deutsche Reisepässe Weil du natürlich die Visas immer nur sechs Monate vorher beantragen kannst, da bin ich aber schon unterwegs.

00:10:16: Also muss ein Pass sozusagen da bleiben und das geht in Deutschland auch.

00:10:19: für Vielreisen ist das zulässig Und wir brauchen natürlich kein Visa in Polen.

00:10:23: Wir brauchen aber für Weiß Russland eins, für Russland Eins Für Kazakhstan Eins, für Uzbekistan Eins.

00:10:28: Kyrgyzstan braucht man wieder keins und China braucht mir wieder eins.

00:10:32: Die Anzahl ist aber gar nicht so dramatisch.

00:10:34: Schwieriger es ist den Leuten zu erklären Ich bin Tourist, bin aber im Monat bei euch Das ist ja außerhalb der normalen Touristenzeit und ich komme dann mit einem Begleitfahrzeug, einen Vier-und Achtziger Käfer mit Wohnanhänger.

00:10:43: Und wir haben auch noch Kameras dabei und Drehenfilme.

00:10:46: Boah!

00:10:46: Dann wird es natürlich schwierig mit der Visa-Beantragung, da brauchst du Sondergenehmigung.

00:10:50: aber wir sind immer auf freundliche und hilfsbereite Ohren gestoßen und es hat immer funktioniert.

00:10:57: das ist natürlich kompliziert aber es geht.

00:11:00: man darf aber nicht aufgeben.

00:11:04: Also haben wir auch nicht gemacht, hat auch nichts gebracht.

00:11:06: In China wissen wir das jetzt sehr stark.

00:11:08: Gegenbestechlichkeit gearbeitet wird.

00:11:10: Die Beamten dort haben total Angst.

00:11:12: wenn die erwischt werden, fliegt den sozusagen der Kopf gleich weg.

00:11:14: Wir haben so kleine Anekdoten gehabt.

00:11:17: Ich habe natürlich viel Nahrungsergänzungsmittel dabei, gehabt Omega-III-Vitamin und sowas... ...und danach kann es schon mal an der Grenze sein dass der fragt Mensch was kosten so ein Protein-Dößchen?

00:11:26: Und du sagst

00:11:27: zehn, zwanzig Euro sagt er ja ich nehme drei, bring dir das Geld gleich!

00:11:31: So natürlich kommt ihr dann nicht wieder und bringt das Geld.

00:11:33: aber deswegen kommst du nicht schneller durch die Grenze.

00:11:36: Du wirst genauso gefilzt, du wirst alles angeguckt.

00:11:38: gerade bei unserem Projekt wird geguckt na was hast du für Kameras dabei?

00:11:41: wir haben eine Kameradrohne dabei.

00:11:43: da heißt sie ist Eigentlich nicht zulässig sage ich ja, aber ich brauche die doch.

00:11:46: Wie soll ich denn sonst Luftaufnahmen machen?

00:11:48: Ja, du darfst sie doch nicht mitnehmen!

00:11:49: Aber wie soll ich Luftaufnahme

00:11:50: machen?!

00:11:51: Also man muss dann auch sterisch sein und sagen... Erklär mir, wie ich Luft aufnahm ohne meine Drohne machen kann, da lass' ich Sie hier.

00:11:56: Ja, aber auch da glaube ich zählt wenn man nett mit denen ist, kommt's auch

00:12:00: net drüber.

00:12:01: Ganz genau.

00:12:01: Wie den Wald reinschreiß zu Hals zurück Und

00:12:03: dafür stehst Du.

00:12:04: Bei diesen Geschichten hält die Welt den Atem an.

00:12:08: RPR Eins Mein-Ardenteuer Mit Raina Meutsch

00:12:11: Kai Markus Schion, wir starten in Hamburg Richtung Shanghai.

00:12:17: Was war deine Motivation?

00:12:19: Das per Fuß zu Fuß zu machen.

00:12:23: Ja das ist natürlich eine Frage die häufig kommt was motiviert dich eigentlich das zu laufen?

00:12:28: du kannst ja Fahrrad nehmen fliegen oder sonst wars.

00:12:32: ich möchte das Thema Vorurteile aufgreifen zur Völkerverständigung beitragen und dann ist der langsamste Weg eigentlich der Beste, weil du am meisten erlebst.

00:12:40: Wenn du mit dem Auto durchfährst, dann hast du Fünfzig, Sechzig, Achtzig kmh, wenn du im Flieger drüberfliegst siehst du gar nichts von den Ländern.

00:12:47: Du musst dann jedes Mal landen, machst es natürlich auch nicht so einfach.

00:12:51: Laufen ist tatsächlich das was am einfachsten geht, was jeder kann.

00:12:54: also du brauchst nichts lernen dazu, du machst halt einen Schritt nach dem anderen oder kommst mit den Leuten ins Gespräch.

00:13:00: Du weißt jeder kann dich ansprechen auf der Strecke.

00:13:02: er muss ja nicht vor's Auto springen und sagen stopp sondern er kann nicht ansprechen!

00:13:05: Und du kommst ins Gespräch, du kommste in die Kommunikation... Du siehst Dinge die du sonst nicht siehst.

00:13:11: im Auto auch wenn dass langsamer ist als vielleicht fliegen oder im Fahrrad Siehst du schon viel, aber nicht so viel wie ich sehen konnte.

00:13:18: Du bist halt einfach direkt bei den Leuten!

00:13:20: Du kannst auch wenn da mal eine Straße weggespült ist oder weggeschwemmt ist, einfach weiterlaufen.

00:13:24: Das wird mit dem Fahrrad und dem Auto schon schwieriger.

00:13:27: Zwölftausend Kilometer entlang der Seidenstraße... Aber das sollte auch eine Botschaft sein.

00:13:32: dieser Lauf?

00:13:33: Ja.

00:13:34: Ich bin ja durch Länder gelaufen die nicht ganz vorurteilsfrei sind Und die meisten Vorurteile, die ich wahrnehmen, sind tatsächlich dann auch von Gruppen, die selber nie da waren.

00:13:44: Wenn man aber die Länder mal besucht hat, wenn man das selber live gesehen hat.

00:13:48: Dann denkt man plötzlich ganz anders drüber nach.

00:13:49: einige Vorteile bestätigen sich natürlich Aber andere werden auch gnadenlos widerlegt.

00:13:55: Das ist eigentlich die message dass die leute dort die menschen die wir dort getroffen haben Einfach auch so sind wie wir.

00:14:01: sie haben ihre engste die haben ihre sorgen Die machen sich auch Gedanken über die zukunft über die Zukunft ihrer kinder.

00:14:06: die wollen eigentlich auch nur für ihre kinder das beste die lebens anders.

00:14:09: als wir aber runter gebracht auf das menschliche sind war alle gar nicht soweit auseinander.

00:14:15: RPA Eins, mein Abenteuer around the world.

00:14:18: Die Packenstinn-Stories von fünf Kontinenten.

00:14:21: Kein Markus

00:14:22: Schion aus Hamburg unterwegs.

00:14:24: Zwölftausend Kilometer für die Völkerverständigung laufen!

00:14:27: Zwölftausend Kilometern bis nach Shanghai und dann etwa ein tausendkilometer vor dem Ziel passiert es.

00:14:33: Was war passiert?

00:14:34: Beschreibe diese Situation.

00:14:36: Das kann man ganz einfach beschreiben.

00:14:38: Enge Straße, Serpentinenstraße hier viele Autos.

00:14:41: ich dachte das wird knapp spring auf die Seite Land eigentlich, wahrscheinlich hätte ich gar nicht springen müssen.

00:14:45: Fall in Wasser graben und brich mir beide Fersenbeine.

00:14:49: Also die Dinge auf denen wir sonst laufen waren dann klein wie Kleinholz, Streuselkuchen mäßig.

00:14:54: Ich war eine halbe Stunde bewusstlos, bin dann wieder zu mir gekommen und habe das gemacht was ich mir in mein Safety Handbook vorher geschrieben hab.

00:15:01: Also geguckt hast du innere Verletzungen?

00:15:03: Hast du ein Gefühl in allen Gliedmaßen?

00:15:05: Also hast du irgendwelche Lähmungserscheinungen?

00:15:07: Hab einen Notruf abgesendet der so funktioniert dass man erst den Standort schickt und dann sagt etwas passiert ist.

00:15:12: weil stell dir vor ich schick was passiert ist falls wieder ein Ohn macht und keiner weiß wo es passiert ist.

00:15:18: Bin dann mit dem Krankenwagen der lokalen Art, also Pritschenwagen abgeholt worden, eine Stunde Fahrt ins Krankenhaus und dann war klar fersenbeine gebrochen.

00:15:27: Und Notfallplan muss her!

00:15:29: Und er war?

00:15:30: Ja unglücklicherweise, glücklicher Weise ist vormittags schon der Käfer kaputt gegangen.

00:15:35: Der hat denn Motorschaden meine Füße nachmittags.

00:15:37: Victor wusste nichts von mir.

00:15:38: ich wusste nix von ihm.

00:15:40: als wir uns abends im Krankenhaus getroffen haben war es so dass wir gesagt haben ja Fahrer auto kaputt Läuferfüße kaputt.

00:15:46: Victor ist der einzige Sunde.

00:15:48: Victor fragte mich, hast du schon umgerechnet?

00:15:49: Ich habe gesagt ja, zwanzig.

00:15:51: Meine Frau hat es nicht verstanden aber Victor wusste zwanzich Kilometer pro Tag wird er jetzt laufen müssen damit die Strecke vom Unfallort bis Shanghai zu Ende gebracht wird.

00:15:59: ich mache die OP in China.

00:16:01: wir werden nicht aufgeben Wir werden immer eine Lösung finden.

00:16:03: so ist das Leben der Menschen organisiert.

00:16:05: Ich mach' die OP In China Die Reha und werde sozusagen krankenhaustechnisch mit ihm weiter wandern Auf dem Weg nach Shanghai.

00:16:11: Und so sind wir dann knapp ein Monat später in Shanghai angekommen und Victor hat den Rest der Streckel gelaufen.

00:16:16: Teamwork Es gibt ein Spruch, der heißt alleine kannst du viel erreichen gemeinsam mit anderen alles.

00:16:23: Die Sendung geht langsam zu Ende!

00:16:24: Wir sind im letzten Talk mal.

00:16:25: lieber Kai und Markus Jong Du hast dir beide Füße gebrochen Und trotzdem nicht aufgegeben.

00:16:31: Welche Botschaft steckt dahinter?

00:16:33: Die Botschaft ist ganz einfach.

00:16:35: Viele haben gefragt Mensch warum hast denn da auch nicht aufgehört?

00:16:37: Du warst ja schon so weit Das hätte jetzt keinen gestört.

00:16:39: wenn du gesagt hast Schluss mit dem Projekt.

00:16:41: und ich sag immer was heißt das in unserem Leben?

00:16:43: Da passiert etwas in deinem Leben dann kannst du ja nichts sagen.

00:16:44: Schluss Ihr nehmt sehr kein Strick.

00:16:47: Also es geht immer weiter und nur weiß ein Projekt, das kann ich nicht sagen wir hören auf.

00:16:51: Du musst dich aber aus deinen Tätern auch wieder rauskämpfen.

00:16:53: Und jetzt habe ich gebrochene Füße wie viele Millionen Menschen auf der Welt auch.

00:16:57: also geht's nach vorne.

00:16:59: Das tut mal weh dass zieht mal.

00:17:01: das sind mal Schmerzen wo du nachts nicht schläfst.

00:17:04: Aber du musst dir wieder ein Ziel setzen um.

00:17:05: das ziel ist Ich will wieder laufen können ich will wieder Marathon laufen können Ich will meinen Sohn durch die Gegend tragen können mit dem Blödsinn machen können.

00:17:12: dafür brauchen meine füße und dafür lohnt sich zu kämpfen.

00:17:15: Gibt es eine Internetseite?

00:17:16: Ja!

00:17:17: Run My Silk Road.

00:17:18: Alles zusammengeschrieben, also lauf meine Seidenstraße auf englisch.com oder einfach in Google eingeben Hamburg-Changhai laufen findet man auch schon was.

00:17:25: Run my silk road.

00:17:27: nur die Seitenstrasse runmysilkroad.com.

00:17:30: Das war Kai Marcos Chi Yong.

00:17:32: zwölftausend Kilometer von Hamburg nach Shanghai.

00:17:35: Ich bin der Rainer jetzt fünfzig Kilometer vom Koblenz bis Nagrobach im Westerwald Tschüss Bis nächste Woche.

Über diesen Podcast

Viele spannende Erlebnisse, Außergewöhnliches und Gefährliches kommt seit 30 Jahren jeden Sonntag über den Äther. Berühmte Studiogäste berichten von ihren Abenteuern - und Reiner Meutsch ist seit der ersten Stunde immer mit von der Partie.

von und mit RPR1

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